Starke Frauen im Blick: Verleihung des Merci-Preises

Sonderpreise gab es für Heidrun Gleim und Erna Klöpfel (Dritte von links) in der Kategorie Lebenswerk, Christiane Christian (Vierte von links) in der Kategorie Nächstenliebe und für Ute Holstein (links) in der Kategorie Kultur von Pröpstin Sabine Kropf-Brandau (Zweite von links) und Vize-Landrätin Elke Künholz.

Hersfeld-Rotenburg. Ob mit 14 oder 80 Jahren, in der Nachbarschaft oder im Verein: Ehrenamtliches Engagement hat viele Gesichter. Ein großes Dankeschön erhielten jetzt über 40 engagierte Mädchen und Frauen aus dem Landkreis bei der Verleihung des Merci-Preises.

Diese fand zum ersten Mal im neuen Audimax am Obersberg statt, das liebevoll und passend zur Weihnachtszeit geschmückt worden war.

„Wir wollen das Engagement von Mädchen und Frauen öffentlich machen“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, denn häufig fänden deren ehrenamtliche Tätigkeiten im Verborgenen statt oder würden als selbstverständlich wahrgenommen. „Ohne solche Ehrenämter würde unsere Gesellschaft in Teilbereichen nicht mehr funktionieren“, ist sich Künholz der Bedeutung des freiwilligen Engagements sicher.

Und damit nicht auch der Merci-Preis, der seit zwölf Jahren jährlich vergeben wird, an Bedeutung verliert, soll er künftig nur noch alle zwei Jahre verliehen werden. Dies verkündete Künholz bei der Veranstaltung. Zudem könne die Jury das Engagement so über einen längeren Zeitraum bewerten. Immerhin rund 400 Mädchen und Frauen sind in den vergangenen zwölf Jahren mit dem Merci-Preis gewürdigt worden.

Das Grußwort sprach Karsten Backhaus als Schulleiter der Modellschule Obersberg. Er nutzte die Gelegenheit für ein ganz persönliches Merci. Backhaus dankte seiner Ehefrau Katja, die trotz Krebserkrankung und Chemotherapie immer für ihre Familie da gewesen sei und ihr Halt gegeben habe. „Solche starken und engagierten Frauen braucht unsere Gesellschaft.“

Für Pröpstin Sabine Kropf-Brandau, die mit Elke Künholz die Würdigung aller Mädchen und Frauen übernahm, ist die Merci-Verleihung „einer der schönsten Termine im Jahr“.

Die Preise wurden in verschiedenen Kategorien verliehen und für ganz unterschiedliche Tätigkeiten. Denn so unterschiedlich die Mädchen und Frauen sind, so verschiedenen ist ihr Engagement.

Beate Gliem, Elke Krause und Heike Panzer sowie neun weitere Frauen wurden etwa für langjährige Tätigkeiten in Vereinen und Verbänden geehrt, der „Sonderpreis Nächstenliebe“ ging beispielsweise an Christiane Christian, die eine kranke Freundin bis zu deren Tod begleitet hat und sich heute um deren Tochter kümmert. Die Preisträgerinnen erhielten mit Unterstützung von Sponsoren Blumen und Präsentkörbe. Für Musik sorgten bei der Preisverleihung die Gitarrengruppen von Lydia Wagner.

Die Preisträgerinnen

Einzelfrauen über 27 Jahren:

(Die Erstplatzierten)

1. Beate Gliem (Wildeck-Obersuhl)

2. Elke Krause (Alheim)

3. Heike Panzer

(Bad Hersfeld)

Sonderpreis Nächstenliebe:

Christiane Christian (Bad Hersfeld)

Sonderpreis Lebenswerk:

Heidrun Gleim (Bebra)

Erna Klöpfel (Kirchheim)

Sonderpreis Kultur:

Ute Holstein (Weiterode)

Sonderpreis Integration:

Meryem Esra Dapgin (Bebra)

Madeline Demir (Bebra)

Newroz Türe (Bebra)

Mädchen und junge Frauen bis 27 Jahren:

Saletra Scott (Schenklengsfeld)

Gruppen unter 27 Jahren:

Schulsanitätsdienst Konrad-Duden-Schule, Bad Hersfeld (acht Mädchen, vier Jungen)

Gruppen über 27 Jahren:

1. Seniorenbetreuer der Gemeinde Niederaula (Martha Schmermund, Gretel Krügel, Gerhard Braun, Friedrich

Henzler, Konrad Rößing)

2. Heimatverein Rhina

(Vorsitzende Kathrin Reusch-Landsmann)

3. Backgruppe Mehrgenerationenhaus Dippelmühle

(Elisabeth Krause, Jasmin Kehl, Heike Piatek)

Schulbücherei Ernst-von-Harnack-Schule, Bad Hersfeld

Osterkronengruppe Ersrode

Sonderpreis Menschlichkeit Gruppe über 27 Jahren:

„In Würde alt werden“,

Schenklengsfeld

(Gruppenleiterin Silke Steer)

(nm)

Quelle: HNA

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