Stadtrat Gerlach soll Ortsgerichtsvorsteher werden

Willi Gerlach

Rotenburg. Willi Gerlach soll nach Willen der Rotenburger Stadtverordneten Ortsgerichtsvorsteher in der Stadt werden. Einstimmig votierten die Kommunalpolitiker dafür, den CDU-Stadtrat aus Seifertshausen der Amtsgerichtsvorsitzenden für das Amt vorzuschlagen.

Lief dessen Kandidatenwahl noch reibungslos ab, kam es beim Vorschlag zur Stellvertreterwahl zu Auseinandersetzungen. Das lag an politischen Gepflogenheiten.

Kurt Hofmann

Die SPD-Fraktion hatte auf einen eigenen Kandidaten zur Vorsteherwahl verzichtet. Die Sozialdemokraten gingen aber, so erklärte Fraktionsvorsitzender Manfred Knoch, davon aus, dass sie im Gegenzug ihren eigenen Kandidaten, Peter Rosner aus Lispenhausen, als Ortsgerichtsschöffen und Stellvertreter von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt bekommen. Diese Art der Postenbesetzung sei allgemein üblich, erklärte Knoch. Peter Rosner ist seit zwei Jahren als Schiedsmann tätig.

Irritiert sei er nun, da die CDU ihm „knallhart“ mitgeteilt habe, sie werde auch für die Stellvertreterposition einen eigenen Kandidaten aufstellen. Das taten die Christdemokraten auch mit ihrem Stadtverordneten Kurt Hofmann aus Braach. Den halten sie aufgrund seiner beruflichen Qualifikation - zu seiner Arbeit gehöre es auch, Immobilien zu schätzen - für geeigneter, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph erklärte.

Knoch fragte nach, warum die CDU Hofmann nicht zum Ortsgerichtsvorsteher vorgeschlagen habe, wenn dieser so qualifiziert für das Amt sei. Rudolph beantwortete dies mit der starken beruflichen Belastung des CDU-Kandidaten.

Auf Antrag der SPD wurde über den Posten des Stellvertreters geheim abgestimmt. Hofmann erhielt 19 Stimmen, Rosner 15, es gab eine Enthaltung.

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Von Silke Schäfer-Marg

 

Quelle: HNA

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