Eine Stadt im Umbruch

Bebra ist in den nächsten Jahren eine Baustelle

+
Im Juli geht’s los: Dann wird hier das Handelszentrum gebaut. Haupteingang ist an der Nürnberger Straße gegenüber der Eisdiele. Semms Ecke (der Klinkerbau) bleibt erhalten, die beiden hier sichtbaren Seiten verschwinden allerdings hinter dem Neubau.

Bebra. Noch bietet Bebra kein schönes Bild: Mitten im Zentrum wurden mehrere alte Häuser abgerissen, jetzt wuchert das Gras auf großer Fläche, und überall sind provisorische Parkplätze entstanden.

Schon 2016 aber wird sich Bebra ganz neu, modern und barrierefrei präsentieren, freut sich Bürgermeister Horst Groß. Dann soll bis hin zum barrierefreien Bahnhof alles fertig sein.

Nach zwölf Jahren der Planung und des Abrisses ist die Stadtsanierung II nun auf der Ziellinie. Angestrebt wird eine Stadt der kurzen Wege, Barrierefreiheit in der Stadt samt Bahnhof, eine neue Verkehrsführung, die den Durchgangsverkehr von bis zu 12.000 Fahrzeugen aus dem innersten Kern heraushält, sowie Handel und Dienstleistungen in der Stadtmitte.

Das Gebiet der Stadtsanierung II umfasst über 19 Hektar zwischen der Bebritstraße im Süden, der Kasseler Straße/Bebrabach im Norden, der Nürnberger Straße bis Kasseler Straße im Westen und der Gilfershäuser Straße bis Oststraße im Osten, erläutern Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, Patrick Schuster, ebenfalls vom Bauamt, und Stefan Knoche von der 2009 gegründeten Stadtentwicklung Bebra GmbH.

• Handelszentrum: Seit Januar läuft die Ausschreibung. Ein Generalübernehmer soll Ende Juli/Anfang August mit dem Bau beginnen. Der Haupteingang wird an der Nürnberger Straße liegen, gegenüber der Eisdiele. Das Haus Semms Ecke wird für etwa eine halbe Million Euro von Grund auf saniert, erhält wieder wie im ursprünglichen Bau einen Eck-Eingang, im Erdgeschoss Gastronomie und darüber Büros. Bekannt ist bisher, dass Passerella einer der Hauptmieter wird. Ferner entstehen ein großer Aldimarkt und ein Geschäft der Drogeriemarktkette dm. Geplante Eröffnung des Komplexes ist am 25. September 2014 – mit Sekt und Häppchen. Mit dem Handelszentrum entstehen 140 ebenerdige Stellplätze, weitere 50 gegenüber der Eisdiele (halboffene Galerieparkplätze im Gebäude). „Wir wollen die Menschen wieder zum Einkaufen in die Innenstadt holen“, erklärt Stefan Knoche.

• Apothekenstraße: Sie wird Anfang Juli zur Sackgasse ab Foto Schulz.

• Parkplätze: Zur Gesamtplanung gehört eine ausreichende Zahl von Parkplätzen für Pendler in Bahnhofsnähe. Ein Teil der Parkplätze der P & R Anlage Ost auf der Ostseite des Bahnhofs ist schon fertig, im Bau befindet sich die Anlage West I, die im Juni fertig werden soll. Daneben ist eine zweite Anlage vor der Sparda-Bank geplant, die 2014/15 entstehen soll. Insgesamt sind es dann 260 Parkplätze.

Parallel zur Stadtentwicklung II wird der Bahnhof für rund zehn Millionen Euro modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Mit der Fertigstellung wird 2015 gerechnet. In die Zuständigkeit der Stadt fällt die im Bau befindliche Verlängerung der Fußgängerunterführung Richtung Westen. Sie soll bis Juni 2014 fertig sein. Große Erdbewegungen stehen noch bevor, um insgesamt eine Barrierefreiheit zu erreichen. So wird etwa die Bahnhofstraße tiefer verlaufen. Die Gesamtkosten für die Stadtsanierung II betragen laut Auskunft von Bauamtsleiter Klöpfel 15 bis 20 Mio. Euro. Hinzu kommt das Geld, das Privatleute investiert haben – oder noch investieren wollen. Im Sanierungsgebiet gibt es noch vier Jahre lang Zuschüsse für private Investoren – Informationen erteilen die Mitarbeiter im Rathaus. (ank)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

Quelle: HNA

Kommentare