Stadtarchiv Rotenburg kommt in die Hände des Geschichtsvereins

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Rotenburg. Das Stadtarchiv wird ab Januar 2014 von Ehrenamtlichen des Geschichtsvereins Altkreis Rotenburg betreut. Über eine Vereinbarung und angepasste Archivordnung entscheiden die Stadtverordneten in ihrer öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 19. Dezember, ab 19 Uhr im Sitzungsaal des Rathauses.

Für die Stadt ist diese Vereinbarung kostenneutral. Die Archivgebühren werden zwar gegenüber der Stadt fällig, sie zahlt jedoch im Gegenzug eine jährliche Aufwandsentschädigung an den Geschichtsverein in Höhe der Gebühren, die sie eingenommen hat. Allerdings zahlt die Stadt das notwendige Arbeitsmaterial.

Bürgermeister Christian Grunwald ist dem Verein dankbar für sein Engagement. Und Vereinsvorsitzende Haide Schreiber lobt die bisherige harmonische Zusammenarbeit mit der Stadt. Ein Arbeitskreis Stadtarchiv, bestehend aus fünf bis sechs Mitarbeitern, werde das Archiv künftig betreuen, berichtete sie. Das Archiv soll zweimal wöchentlich für je zwei Stunden zugänglich sein. Weitere Details stünden jedoch noch nicht fest, erklärte Haide Schreiber.

Viele Jahre lang war das Archiv von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin der Stadtverwaltung betreut worden. Diese Regelung wurde aus Kostengründen 2012 abgeschafft – nicht ohne Proteste. Denn das Stadtarchiv sollte eigentlich vor einem Jahr mit dem hessischen Archivpreis ausgezeichnet werden. Dieser Preis wurde der Stadt jedoch noch vor der Verleihung entzogen, weil damals die Schließung des Archivs drohte.

Stattdessen wurde die Lösung gefunden, mit dem Geschichtsverein zu kooperieren. Bis zur tatsächlichen Umsetzung des Vorhabens kam es jedoch noch zu Verzögerungen.

Zwischenzeitlich hatte Vereinsmitglied Martin Ludwig im Stadtarchiv ausgeholfen. Normalerweise kümmert er sich ums Kirchenarchiv. (sis)

Quelle: HNA

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