Planungen zu Ortsumgehung und Fuldabrücke sollen in Einklang gebracht werden

Stadt will Verbindlichkeit

Ein Dankeschön an die Befürworter der Ortsumgehung: Das klebt auf einem Transparent am Ortseingang von Lispenhausen. Foto: Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Nach dem Bürgerentscheid zur Ortsumgehung Lispenhausen will die Stadt Rotenburg nun die Planung vorantreiben. Insbesondere sollen nach Vorstellung von Bürgermeister Christian Grunwald die getrennten Planungen zu Ortsumgehung und dritter Fuldabrücke stärker miteinander verbunden werden.

„Wir wollen die Planungen synchronisieren“, sagte Bürgermeister Christian Grunwald auf Anfrage. Gerade im Hinblick auf die dritte Fuldabrücke müsse nun Verbindlichkeit geschaffen werden. Die zusätzliche Brücke, die die Industriestraße im Osten Rotenburgs mit der Bundesstraße 83 verbinden soll, gilt als wichtiger Baustein in den Bemühungen, die Alheimer-Kaserne zu vermarkten. Die Bundeswehr gibt ihren Rotenburger Standort nach aktueller Planung Anfang 2016 auf.

Deshalb will die Stadt noch Ende Juni eine Konferenz abhalten, die sich mit der Konversion der Kaserne beschäftigt, also ihrer zivilen Umwandlung. Zuvor werden die Stadtverordneten am Donnerstag, 20. Juni, voraussichtlich noch einmal den Beschluss für die Variante 1 a der Ortsumgehung bekräftigen.

Bei der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil gehen derweil die Arbeiten unbeirrt voran. „Wir arbeiten mit gleichem Tempo weiter“, erklärte der leitende Baudirektor Peter Wöbbeking. Er begrüßte, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids eindeutig zugunsten der bisherigen Planung ausgefallen sei.

Gutachten zum Hochwasser

Derzeit warte seine Behörde auf ein Gutachten, das den Einfluss der geplanten Ortsumgehung auf das Hochwasser im Fuldatal untersucht. Das sei auch für die Planung der dritten Brücke wichtig, sagte Wöbbeking. Hessen Mobil stellt im Auftrag des Landes grundlegende Unterlagen für eine neue Brücke zusammen. Dazu zählen Umweltgutachten, aber auch Kostenschätzungen. Auf dieser Basis soll dann entschieden werden, ob und wie die Brücke gebaut wird, wobei sich Ministerpräsident Volker Bouffier bereits mehrfach zum Bau der Brücke bekannt hat.

Die Detailplanung der Ortsumgehung soll ein externes Ingenieurbüro übernehmen. Hessen Mobil bereitet dafür die europaweite Ausschreibung vor. Wöbbeking geht davon aus, dass der Auftrag Anfang 2014 vergeben werden kann. Mit den detaillierteren Plänen sollen dann weitere Gutachten, unter anderem zur Lärmbelastung durch die neue Straße erstellt werden.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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