Rotenburger Schulden wurden in diesem Jahr vertragsgerecht reduziert

Stadt erreicht Schutzschirmziel

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg hält im Haushaltsjahr 2013 die Kriterien ein, die ihr als Stadt unter dem Dach des Rettungsschirms vorgegeben wurden.

Voraussichtlich wird sich das Ergebnis bis zum Jahresende sogar weiter verbessern, erklärte Bürgermeister Christian Grunwald den Stadtverordneten in deren jüngster Sitzung. Entsprechend der Schutzschirmvereinbarung spart die Stadt 1,35 Millionen Euro ein, also 100 Euro pro Einwohner und Jahr.

Grunwald nannte dies eine „positive Zwischennachricht“, wenngleich der Haushalt dennoch defizitär sei. Immerhin hätten bei einem Treffen von 40 der 102 hessischen Schutzschirmkommunen 37 mitgeteilt, dass sie ihren Schuldenabbaupfad nicht einhalten könnten. Dennoch seien die Rotenburger Zahlen kein Anlass für Euphorie, da in diesem Jahr mehr Gewerbesteuer und ein höherer Erlös aus dem Holzverkauf geflossen seien als erwartet.

Diese Summen könne man jedoch für das nächste Jahr nicht einkalkulieren. Kritisch begleiten Zwar habe sich der Haushalt insgesamt gegenüber dem des Vorjahres um drei Millionen Euro verbessert, doch müssten die Stadtverordneten auch künftig den bisher erfolgreichen Weg kritisch begleiten. Außerdem sollte der politische Druck auf die Landesregierung aufrechterhalten werden, denn deren für 2014 genannte Finanzrahmendaten seien zu optimistisch veranschlagt gewesen. Es dürfe keine Auswirkungen auf die Schutzschirmkommunen haben, sollten sich die Landesdaten tatsächlich verschlechtern, meinte Grunwald. (sis)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare