Ab in den Staatsdienst:

Rotenburger Studienzentrum verabschiedet Justizfachwirte

Hatte einen kurzen Weg zur Schule: Theresa Pfau, links, aus Breitenbach hat die Prüfung für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg bestanden. Die Urkunde zur Ernennung erhielt die Justizfachwirtin von Vizepräsidentin Petra Schichor. Pfau ist nun beim Oberlandesgericht in Frankfurt tätig. Foto: Vöckel

Rotenburg. Das Ausbildungsziel ist erreicht. 37 Anwärter habe die Laufbahnprüfung für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg bestanden. Sie werden als Justizsekretäre die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hessen personell verstärken.

Mit der bestandenen Prüfung erwarben die Absolventen zugleich die Berufsbezeichnung Justizfachwirt.

Die Urkunden und Zeugnisse für die Qualifikation erhielten die Steuersekretäre in der Prüfungsfeier im Festsaal des Schlosses in Rotenburg. Vizepräsidentin Petra Schichor vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main übergab die Dokumente.

„Sie werden jetzt eigenverantwortlich tätig sein“, sagte der Leiter der Ausbildungsstätte für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg, Horst Licht. Doch das sollte kein Problem sein. Die Absolventen der beiden Ausbildungslehrgänge seien bestens auf ihre künftigen Tätigkeiten vorbereitet. Das hätten die Leistungen, aber auch der Eindruck gezeigt, den sie während der Ausbildung in Rotenburg hinterlassen hätten. „Sie werden ihren Weg machen“, sagte Licht.

Wiedersehen in Rotenburg

Er gab den Justizfachwirten aber auch einen Rat mit auf den Weg: „Ruhen sie sich nicht zu lange auf dem erworbenen Wissen aus.“ Das habe nur eine kurze Halbwertzeit und sei schnell überholt. Ein breit gefächertes Fortbildungsangebot stehe den Mitarbeitern zur Verfügung. Das sollten sie nutzen. Man sehe sich in Rotenburg wieder.

Vizepräsidentin Petra Schichor würdigte die Leistungen und das Durchhaltevermögen der Absolventen in der anspruchsvollen Ausbildung. Das verdiene Anerkennung und Respekt. Für die Absolventen beginne nun der Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf. Dabei sei noch gar nicht abzusehen, was auf die neuen Mitarbeiter in der nächsten Zeit zukomme.

Eine Herausforderung werde aber auf jeden Fall die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte sein. Mit diesen Vorhaben sollen die Arbeitsabläufe automatisiert und schneller werden. Die hessische Justiz strebe die Umsetzung bis 2018 an. „Das wird eine spannende Zeit“, kündigte Schichor an.

Den Absolventen gratulierte ferner der Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Professor Lothar Seitz, zur bestandenen Prüfung. Musikalisch umrahmte Tessa Brüne am Flügel die Prüfungsfeier mit Liedern und Melodien. (zvk)

Eine Bilderstrecke mit Fotos von der Prüfungsfeier finden Sie hier:

Studienzentrum Rotenburg: Laufbahnprüfung für Justizdienst

Quelle: HNA

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