Werner Kapell überprüft für Eon mit einem Spürgerät das Erdgasnetz im Landkreis

Spürgerät überprüft Netz: Dem Gas auf der Spur

Das Gasspürgerät. Foto: Kiele

Rotenburg. Mit kleinen Schritten geht Werner Kapell die Weingasse entlang. Vor sich schiebt er ein Gasspürgerät, das an einem Laptop angeschlossen ist. Der Bildschirm zeigt das Erdgasnetz von Rotenburg und ein digitales Kartennetz an.

„Ich kenne mich hier sehr gut aus“, sagt Kapell von der Firma Sewerin. Er überprüft schon seit über 35 Jahren die Gasleitungen. Früher ist er mit einem Kollegen von den Stadtwerken und einem großen Plan des Erdgasnetzes durch die Straßen der Ortschaften gelaufen. Seit ungefähr sechs Jahren ist Kapell mit dem Gasspürgerät unterwegs. „Das Gerät ist etwas schwer, aber da gewöhnt man sich dran.“

Methan aufspüren

Kurzclip: Mit dem Gasspürgerät unterwegs

Das Gasspürgerät saugt mit einer Sonde die Bodenluft an und analysiert diese auf möglichen Methangehalt. Bei geringsten Konzentrationen hört Kapell ein Piepen. Zusätzlich wird der gemessene Gasgehalt angezeigt. Der genaue Punkt wird dann an die Netzleitstelle von Eon Mitte weitergegeben, damit eine mögliche Lecklage sofort durch Mitarbeiter vor Ort behoben werden kann. „Das letzte Mal hat es vor 14 Tagen gepiept. Das wurde dann aber ganz schnell behoben“, sagt Kapell. Er orientiert sich bei seinem Rundgang an den gelben Hinweisplaketten an den Häusern. Diese zeigen ihm an, dass der Haushalt mit Gas heizt.

Jedes Jahr sind Gasspürer wie Werner Kapell unterwegs. Für den Energielieferanten Eon Mitte arbeiten drei Dienstleister, die insgesamt eine Strecke von 1500 Kilometern ablaufen. Die Gasspürer überprüfen auch die Hausanschlussleitungen. „Es ist wichtig, dass die Anschlüsse nicht überbaut oder überpflanzt werden“, sagt Uwe Rodeck, ein Mitarbeiter bei Eon Mitte.

Im vergangenen Jahr habe es zwanzig Schadstellen gegeben, bei denen das Gasspürgerät angeschlagen hat. Diese stellen in der Regel aber keine Gefahr für die Anwohner dar. „Das Gasspürgerät warnt bereits bei kleinen Methankonzentrationen, die wir mit unserem Geruchssinn noch lange nicht wahrnehmen würden“, erklärt Thomas Dreer, Projektverantwortlicher bei Eon Mitte. Gutes Wetter ist für Kapell Voraussetzung für erfolgreiche Überprüfungen der Gasleitungen. „Bei Regen muss er unterbrechen, das würde das Ergebnis verfälschen“, sagt Rodeck.

Nächste Woche ist Kapell mit dem Gasspürgerät in Braach, Rotenburg und Lispenhausen unterwegs. Dabei wird er eine Strecke von insgesamt 60 Kilometern ablaufen.

Quelle: HNA

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