Der Vorsitzende des Sozialausschusses (SPD) zweifelt an Gründen für Spielplatzabbau

SPD: Verkauf des Tafelsilbers

Vorsitzender des Sozialausschusses: Volker Willing. Foto: nh

Rotenburg. Auch der Vorsitzende des Rotenburger Sozialausschusses meldet sich im Spielplatzstreit zu Wort. Volker Willing (SPD) plädiert erneut dafür, dass die Spielplätze an der Ludwigstraße und Hinter dem Finanzamt erhalten bleiben.

„Diese Spielplätze sind gerade für drei- bis sechsjährige Kinder ideal geeignet und verursachen kaum Unterhaltungskosten“, schreibt Willing in einer Pressemitteilung. Genau die Spielplätze für die Kleinsten, die nicht allein weite Wege über Hauptstraßen gehen können, „wurden gnadenlos platt gemacht.“

Die Schließung der Spielplätze an der Brotgasse und Egerländer Straße hätte die SPD-Fraktion hingegen mitgetragen, zumal nach dem Neubau des Kindergartens der Kita-Spielplatz für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen würde. Der Spielplatz am Wildgehege sollte – wie es das Spielplatzkonzept vorsieht – wieder neu errichtet werden, wenn es die Finanzlage der Stadt zulässt.

Gründe aus der Luft gegriffen

Im Sozialausschuss habe die Mehrheit empfohlen, das Konzept noch einmal zu überarbeiten. Willing kritisiert, dass CDU und UBR dieses Votum in der Stadtverordnetensitzung missachtet und so das Ende der Spielplätze besiegelt hätten. „Die angeführten Gründe sind dabei voll und ganz aus der Luft gegriffen“, schreibt Willing. Vielmehr gehe es darum, die Grundstücke zu verkaufen, wie es im Spielplatzkonzept vermerkt ist.

Willing widerspricht dem CDU-Fraktionschef Jonas Rudolph, die Einnahmen aus dem „Verkauf von Tafelsilber“ würden zweckgebunden für Spielplätze verwendet. Vielmehr fließe das Geld ganz normal in den Haushalt: „Und da die Stadt unter dem Schutzschirm steht, muss sie zuerst die Verbindlichkeiten bedienen und auf Konsolidierungskurs bleiben.“ (red/mcj)

Quelle: HNA

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