Ronshäuser Haushalt 2013 steht im Zeichen des Schutzschirms – Schuldenstand sinkt erstmals seit 2006 wieder

Sie sparen, was das Zeug hält

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Soll Energiekosten sparen helfen: Auf dem rückwärtigen Dach am Ronshäuser Haus des Gastes soll eine Fotovoltaikanlage angebracht werden. Zudem ist eine neue Heizungsanlage geplant. Für diese Investitionen sind 87 900 Euro im Haushaltsentwurf der Gemeinde vorgesehen.  

Ronshausen. In Ronshausen wird massiv gespart. Die Gesamtschulden, Ende 2012 lagen sie bei 9,3 Millionen Euro, sollen auf geplante 6,4 Millionen Euro Ende 2013 sinken – einen Wert, der zeigt, dass es bei den Ronshäuser Gemeindefinanzen im Zeichen des Schutzschirms dramatische Veränderungen gibt.

Den Haushaltsentwurf 2013 stellte Bürgermeister Markus Becker am Montagabend den Gemeindevertretern im Haus des Gastes vor.

Die Gemeinde nutzt – wie Ende Januar vom Parlament beschlossen – den kommunalen Schutzschirm des Landes und muss daher spürbar ihre Ausgaben kürzen und ihre Einnahmen steigern. Bis 2019 muss der Haushalt ausgeglichen sein – damit hat die Gemeinde zwei Jahre mehr Zeit als viele andere Kommunen, wir berichteten.

Abbaupfad wird eingehalten

„Das wichtigste Ziel haben wir erreicht: der Abbaupfad des Schutzschirm-Vertrages kann eingehalten werden“, sagte Becker. Im Ergebnishaushalt, der die Kosten für den laufenden Betrieb der Gemeinde erfasst, werden Ende des Jahres voraussichtlich 318 720 Euro fehlen. Die Gemeinde gibt in diesem Jahr 3,89 Millionen Euro aus, nimmt aber nur 3,58 Millionen ein. „Unser Defizit liegt damit 114 Euro unter dem vertraglich vereinbarten Abbaupfad“, rechnete Becker vor.

Der geplante Fehlbetrag falle somit im Vergleich zum Jahr 2012 um stolze 407 785 Euro geringer aus. „Diese wesentliche Verbesserung ist natürlich auf die Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen des Schutzschirmvertrages zurückzuführen – dabei schlagen hauptsächlich die Ertragsverbesserungen im Bereich der Steuern und der Abwassergebühren mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 334 500 Euro zu Buche“, erklärte Becker. Erhöhte Aufwendungen im Bereich der Kreis- und Schulumlage sowie verminderte Schlüsselzuweisungen könnten durch die prognostizierten Mehrerträge bei der Einkommensteuer ausgeglichen werden.

Keine neuen Kredite

Auch die Finanzplanung bis zum Jahr 2016 sei so kalkuliert worden, dass der Abbaupfad eingehalten werde. „Die im Finanzhaushalt 2013 geplanten Investitionen belaufen sich auf insgesamt 137 900 Euro – erstmalig seit Langem sind dafür keine neuen Investitionskredite erforderlich, sodass 2013 ein reiner Schuldenabbau durch die Tilgung alter Darlehen entsteht“, rechnete Ronshausens Verwaltungschef weiter vor.

„Wir leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz, haben Kosteneinsparungen, und es werden keine Kredite benötigt.“

Markus Becker

Angesichts ständig steigender Energiekosten gelte es, so schnell wie möglich in Projekte zur Energieeinsparung – wie zum Beispiel in eine Fotovoltaikanlage auf dem Haus des Gastes – zu investieren, siehe Hintergrund. „Wir leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz, haben Kosteneinsparungen, und es werden dafür keine Kredite benötigt“, verkündete Becker erfreut.

In den kommenden Wochen wird über den Haushaltsentwurf beraten. Die Gemeindevertretung wird ihn am Montag, 18. März, diskutieren und darüber abstimmen.

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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