Rotenburg unter dem Schutzschirm – schon jetzt sorgen sich Bürger

Rotenburg unter dem Schutzschirm – schon jetzt sorgen sich Bürger

Ein Käffchen für Stammkunden: Einige Rotenburger gehören seit Jahren zu den regelmäßigen Frühschwimmern im Waldschwimmbad und wollen ihre Tradition fortsetzen. Archivfoto: nh

Rotenburg. Wenn Rotenburg unter den finanziellen Schutzschirm des Landes schlüpfen sollte, muss die Stadt an vielen Stellen noch mehr sparen als bisher. Wo genau, steht nach Angaben von Bürgermeister Christian Grunwald noch nicht fest. Doch schon gibt es eine Reihe von Gerüchten.

Auch das Trüppchen eiserner Wasserratten, die Rotenburger Frühschwimmer, sorgt sich um die Zukunft seiner persönlichen Leidenschaft, befürchtet, dass es nicht mehr außerhalb der regulären Öffnungszeiten ins beheizte Becken des Waldschwimmbades steigen kann.

Der Bürgermeister bestätigt, dass es eine ganze Reihe von Überlegungen gibt, wie die Stadt sparen kann. Eine Kommission aus Fraktionsvorsitzenden, Magistratsmitgliedern und den Fachbereichsleitern des Rathauses befasst sich intensiv mit Sparmöglichkeiten. „Wir haben jeden Stein umgedreht“, sagt Grunwald, entschieden sei jedoch rein gar nichts. Also auch nicht, ob es das Frühschwimmen auch weiterhin geben wird oder nicht.

Die Kommission habe eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, um die von der Landesregierung gemachten Vorgaben zu erreichen. Im Oktober gibt es dazu Gespräche in Wiesbaden. Bis dahin sei noch nicht entschieden, in welchen Bereichen die Stadt weiter einsparen wird – also auch nicht, ob die Frühschwimmer im nächsten Jahr vorzeitig ins Wasser dürfen.

Letztendlich werde die Stadtverordnetenversammlung entscheiden, ob Rotenburg unter den Schutzschirm schlüpfen wird – oder auch nicht. (sis)

Quelle: HNA

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