186 sorgen für Sicherheit

Jahreshauptversammlung der Rotenburger Feuerwehren im Bürgersaal

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Auf einen Blick: Treue und verdiente Feuerwehrkameraden wurden in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Rotenburg vom Land Hessen mit Brandschutzehrenzeichen geehrt – hier zusammen mit den Vertretern der Feuerwehren und kommunalen Gremien.

Rotenburg. „Wir dürfen uns nicht ausruhen.“ Für den Rotenburger Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut war die Explosion und der Brand eines Wohnhauses im Dezember 2012 am Platz auf der Hochmahle einer der spektakulärsten Feuerwehreinsätze der Rotenburger Wehr.

Doch dieses katastrophale Ereignis sei im Vorjahr mit dem Großbrand des Sägewerks Hahn noch einmal übertroffen worden.

Ein Feuerwehrangehöriger wurde dabei verletzt und die Drehleiter durch die Hitzestrahlung so stark beschädigt, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden entstand. Auch die Ausrüstung und drei Fahrzeuge seien bei diesem Einsatz in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Kosten zur Beseitigung dieser Schäden übernahm keine Versicherung. Die Stadt musste sie allein aufbringen: 20.000 Euro.

Eine weitere Bewährungsprobe haben die Rotenburger Feuerwehren beim Brand im ehemaligen Biergarten Hollenbach bestanden, berichtete der Stadtbrandinspektor in der Jahreshauptversammlung der Rotenburger Feuerwehren im Bürgersaal am Bahnhof.

Gute Ausbildung

Durch das Verteilen von Sonderaufgaben auf die Stadtteilwehren seien die Einsätze und die Brandbekämpfungen in ruhigen und routinierten Schritten abgearbeitet worden. Dank der guten Ausbildung und der Ausrüstung sei es der Feuerwehr gelungen, die Schäden auf das beim Eintreffen vorgefundene Maß zu beschränken. Trotzdem hätten die Brände Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro verursacht.

Problematisch sei nach wie vor die Sicherstellung des Brandschutzes in der Zeit von 6 bis 17 Uhr, weil nur wenige Feuerwehrkameraden einen Arbeitsplatz in Rotenburg hätten. Für ihn sei deshalb wichtig, das vorhandene Personal zu halten und zu motivieren, sagt der Fleischhut. Derzeit würden 186 Einsatzkräfte in den acht Stadtteilen den ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit in freiwilligen Feuerwehren leisten. Für ihn sei es deshalb unverständlich, dass viele Bürger noch glauben würden, in Rotenburg gebe es eine Berufsfeuerwehr.

Für dieses Jahr kündigte der Stadtbrandinspektor die Beschaffung einer neuen Drehleiter und die Fertigstellung der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Erkshausen an. Bereits im Januar habe die Kernstadtwehr einen neuen Gerätewagen Logistik in Betrieb genommen.

Besuch im Druckhaus

Für die Seniorenabteilung der Rotenburger Feuerwehren kündigte Manfred Schmidt eine Besichtigung des HNA-Druckhauses am 23. April in Kassel-Waldau und eine Mehrtagesfahrt vom 6. bis 9. Juli ins Pitztal in Tirol an.

Für eine Fahrt zum Hessischen Landtag in Wiesbaden steht der Termin noch nicht fest.

Den nächste Seniorennachmittag kündigte Schmidt für den 8. November im Dorfgemeinschaftshaus in Braach an.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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