Bürgerentscheid: Mehrheit ist für die geplante Ortsumgehung

Auf eine Leinwand im Foyer des Rathauses wird das ständig aktualisierte Ergebnis des Bürgerentscheids übertragen.

Rotenburg. Die Rotenburger haben entschieden: Eine klare Mehrheit hat sich am Sonntag beim Bürgerentscheid für die geplante Trasse der Ortsumgehung Lispenhausen ausgesprochen. Das Ergebnis stand erst um 19.30 Uhr fest. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,7 Prozent.

Nachdem die 21 Wahlbezirke ausgezählt ist, haben 2495 Wähler mit "Nein" und damit für die Variante 1a der Ortsumgehung gestimmt. Das entspricht einer Mehrheit von 60,7 Prozent. Für den Antrag der Initiative Pro Fuldaaue, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aufzuheben, stimmten lediglich 1612 Rotenburger (39,3 Prozent). Auch in den Lispenhäuser Wahllokalen gab es eine Mehrheit für die geplante Ortsumgehung.

Insgesamt waren 10.985 Rotenburger stimmberechtigt. Bei dem Bürgerentscheid ging es nicht nur darum, wer die Mehrheit hat. Sie musste auch mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten ausmachen, damit das Ergebnis eine bindende Wirkung hat. Dieses Quorum von 2747 Stimmen wurde zwar verfehlt. Da aber die Mehrheit ohnehin dagegen war, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aufzuheben, spielt das eine nachgeordnete Rolle.

Gut 50 Zuschauer waren ins Rotenburger Rathaus gekommen, um das Ergebnis schnellstmöglich zu erfahren. Die Auszählung zog sich allerdings länger hin, als der Wahlleiter erwartet hatte. Er war davon ausgegangen, dass das Ergebnis bereits gegen 18.30 Uhr feststehen würde. Zuletzt mussten noch die Stimmen der Briefwähler ausgezählt werden. Da sich zuvor bereits eine klare Mehrheit abgezeichnet hatte, gingen die ersten Zuschauer schon wieder, noch ehe das Endergebnis feststand. (mcj)

Quelle: HNA

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