Neue Wildecker Energiegenossenschaft nimmt zwei Fotovoltaikanlagen in Betrieb

Aus Sonne wird Strom

Hier wird aus Sonnenlicht Strom: Mitglieder der neuen Wildecker Energiegenossenschaft (WEG) haben die Solaranlage beim Hönebacher Sportplatz in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus 694 Fotovoltaik-Modulen. Foto: Meyer

Wildeck. Die Wildecker Energiegenossenschaft (WEG) hat ihre beiden ersten Solarstromanlagen eingeweiht. Sie befinden sich auf einem Dach des Bauhofs im Ortsteil Obersuhl und auf einer Freifläche beim Hönebacher Sportplatz. Etwa 340 000 Euro hat die Genossenschaft in die zwei Anlagen investiert. Knapp ein Viertel davon, rund 75 000 Euro, haben die Genossenschaftsmitglieder aufgebracht, indem sie Anteile erworben haben. Das Gelände in Hönebach hat die WEG von der Gemeinde Wildeck gepachtet.

Während die 241 Fotovoltaikmodule in Obersuhl parallel zur Dachkante aufs Dach montiert sind, werden die 694 aufgeständerten Module in Hönebach von einer Metallkonstruktion getragen.

Die Module, die Sonnenlicht in elektrische Energie verwandeln, sollen zusammen jährlich 176 900 Kilowattstunden Strom liefern, erwartet die Genossenschaft. Den Strom speist die WEG ins Netz ein.

Die Anlagen nahmen gerade noch rechtzeitig die Arbeit auf, sodass der erzeugte Strom nach der alten Gesetzgebung vergütet wird. Eine Kilowattstunde bringt 17,94 Cent für die Genossen. Eine Kommunikationsanlage ermögliche die Überwachung der Anlage per Internet, erklärte Axel Roth, dessen Kasseler Firma die Module installiert hat.

Die Idee, in Wildeck genossenschaftlich Solarstrom zu erzeugen, entstand vor etwa einem Jahr. Die Rechtsform der Genossenschaft, erklärt Aufsichtsrats-Vorsitzender Hermann Eimer, gewährleiste geordnete Arbeit und biete allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Inzwischen hat die WEG 60 Mitglieder. Den Vorstand der WEG bilden Martina Selzer und Berndt Kühnel aus Hönebach. Genau wie die Aufsichtsratsmitglieder arbeiten die beiden ehrenamtlich, „weil wir von der Sache überzeugt sind“, so Kühnel. Die selbstständige Planung und Koordinierung habe eine Ersparnis von 60 000 Euro bei den ersten beiden Anlagen gebracht, schätzt Berndt Kühnel.

Die Genossenschaft plant, zu wachsen und in den kommenden Jahren weitere Anlagen in Betrieb zu nehmen. Bei der Einweihung der Anlagen sagte Hönebachs Ortsvorsteher Heinrich Meier: „Es tut sich was. Eine neue Stromzeitrechnung hat begonnen.“

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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