Sonne schien für Tausende

Das ganze Dorf half mit, bereitete vor und feierte bis in den frühen Montagmorgen. Hier ein Foto vom Donnerstagabend an der Linde mit Ortsvorsteher Berge in der Mitte mit Mikrofon. Foto:  Wilfried Apel

Asmushausen. „Der Höhepunkt war das Wetter. Wir hätten im Leben nicht so viele Gäste erwartet." Rund 3000 zählten die Asmushäuser am Sonnntag zum stehenden Festzug - der 750-Jahr- Feier im ganzen Dorf.

Das Publikum strömte nur so in den mit 200 Birkenbüschen geschmückten Ort. Glücklich war Ortsvorsteher Richard Berge gestern und konnte sich gar nicht entscheiden, wer der schönste der vier Feiertage gewesen sein könnte.

Für die Asmushäuser selbst war es wohl das Lichterfest, zu dem auch viele ehemalige Bewohner samt Pfarrern und Lehrern gekommen waren. Berge selbst traf zum ersten Mal nach 50 Jahren Volker Voit wieder, der nach dem Krieg bis 1954 mit seinen Eltern - Flüchtlingen aus dem Sudetenland - in einem Zimmer unter dem Dach der Berges gewohnt hatte. Voit (70) war extra aus Stuttgart angereist und sogar seine Mutter kam aus dem Pflegeheim Reilos. 2000 Teelichter am Donnerstagabend im neuen „Dorfpark“ seien sehr stimmungsvoll gewesen, schwärmt Berge.

Während es beim Ständchenspielen am Samstag noch regnete, zeigte sich ab dem Nachmittag wieder die Sonne und schien fortan für alle, die das Fest vorbereitet hatten und die es besuchten bis zum Sonntagabend, als um 22 Uhr ein Schauer niederging.

Dabei verlief das Fest ohne Zwischenfälle. Auch die aus Asmushäusern bestehende Security zum Disco-Abend hatte keine größeren Probleme zu bewältigen - trotz 300 Besuchern. Am Samstagabend machte die Band Donau-Power ihrem Namen alle Ehre. Etwa 500 Besucher waren nach Angaben von Berge im Zelt.

„Der Zusammenhalt war toll - alle haben mitgezogen.“

Rund 150 Torten und Kuchenbleche - organisiert von Beate Claus und Beate Gleim - wurden unter die Leute gebracht, zum Teil nach alten Rezepten gebacken. Es war eigens ein Kühlwagen besorgt und mit Regalen bestückt worden, um die Backwaren frisch zu halten. Das Programm im Festzelt begeisterte am Sonntag 200 Gäste.

Er sei stolz, Ortsvorsteher von Asmushausen zu sein, erklärte Berge mit rauer Stimme, die im Trubel etwas gelitten hat. Alle Vereine hätten an einem Strang gezogen und sogar zum Abbau am Montag seien noch 30 Leute gekommen. Besonderes Lob ging an das Organsationsteam der Hauptfeier mit Friedhelm Menger, Guido Siegel, Hartmut Beisheim, Michael Gleim, Niko Hollstein, Fabian Claus, Heiko Idziaszczyk und Richard Berge. Die stattliche Zahl von 170 Preisen hatte Bernd Große gesammelt.

Auf großes Interesse stießen auch die „Dorfgeschichten“, von denen bereits 300 Stück verkauft worden sind. Weil viele Asmushäuser am Sonntag keine Zeit hatten, die Ausstellung im DGH zu besuchen, halten Wolfgang Fehling und Egbert Heese am Samstag, 4. Juli, dort noch einmal einen Vortrag.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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