Solzer Heimatabend: „Feiern wie in Hollywood!“

Schwanentanz: Die in schwarzen Kostümen auftretenden SSV-Damen. Als männliche Kontrapunkte agierten ganz in Weiß Dietmar „Diddi“ Klose und Jürgen „Joxxs“ Göbel. Fotos:  Ape

Solz. Ein Gute-Laune-Feuerwerk versprühte die Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine am Donnerstagabend beim Solzer Heimatabend unter dem Motto: „Feiern wie in Hollywood!“

Gut drei Stunden lang begeisterten die Akteure ihr Publikum. Allen voran die Feuerwehrdamen und die Damen-Gymnastikgruppe des Sportvereins, die sich mit Hilfe des Weltraumreisebüros ganz Hollywood-like von Solz aus ins Weltall beamten. In ihren wunderschönen, selbst angefertigten Kostümen grasten sie alle Planeten ab - immer mit der passenden Musik.

Den Vogel schoss Doris Eisel als „Codo der Dritte“ ab. Mit brennenden Wunderkerzen „düste sie im Sauseschritt“ auf die Bühne, wo sie schon vom „Mann im Mond“ und seinen Gesellinnen erwartet wurde.

Ein Knaller war der Auftritt von Hertha (Karin Germeroth), Lisbeth (Katrin Claus) und Uschi (Isabell Reuss). Besonders Ortsvorsteher Georg Reuss bekam sein Fett weg, dem bei einem Toilettengang das Handy „entfallen“ ist. Die Bebraer Bürgermeisterwahl nahmen die drei zum Anlass, mit dem amtierenden Stadtoberhaupt abzurechnen. Liebevoll natürlich. An einigen Stellen aber auch drastisch, so dass es kein Wunder war, dass Lisbeth und Uschi ihre Mitstreiterin Hertha als Bürgermeisterkandidatin aufstellen und mit ihr Wahlkampf machen wollten. „Die Welt ist hart, aber Bebra ist Hertha!“, stand auf ihrem großen Wahlplakat.

Angefangen beim Einmarsch der Kirmesburschen und Kirmesmädchen, dem Hissen des Erntekranzes, dem Stück „Ich mach das schon!“ der Theatergruppe, der Einlage der Jugendfeuerwehr, dem nach einer Vorlage von Ludwig Manfred Lommel wunderbar schlesisch angehauchten Einakter von Bettina und Wilhelm von Trott, bis hin zum Auftritt der Zwergentanzgruppe und zum großen Tanz-Finale mit der Kirmesgruppe - immer wieder brandete verdienter Beifall auf. Doris Eisel als „Cindy aus Marzahn“ konnte davon ganz besonders viel absahnen. Urkomisch, wie sie sich im Scheinwerferlicht auf der Bühne herumräkelte. Für die seit 20 Jahren bestehende Kirmesgruppe hatte sie sogar eine silberne Krone mitgebracht.

Heimatabend in Solz

Urkomisch waren neben den Geschwätzern der Straßenkehrer auch die mit Blick auf eine mögliche Rasur eines ganz bestimmten männlichen Körperteils angestellten Überlegungen von Tobias Behrens und Jens Rettig. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Posaunenchor Solz, Leitung Wilhelm Braun.

Von Winfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare