SPD und FDP wollen weiter für Erhalt kämpfen

Schwimmhalle Obersuhl: Bad soll nicht baden gehen

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Eine unendliche Geschichte: die Zukunft der Kleinschwimmhalle in Obersuhl.

Wildeck. Für Wirbel sorgt in Wildeck die Entscheidung der Kommunalaufsicht, die für die Sanierung der Kleinschwimmhalle Obersuhl geplante Kreditaufnahme von 500 000 Euro nicht zu genehmigen.

SPD und FDP wollen weiter für den Erhalt der Schwimmhalle kämpfen. Beide Fraktionen hatten Ende Oktober mit ihrer Mehrheit im Parlament den Sanierungsbeschluss abgesegnet.

„Mit der Entscheidung der Kommunalaufsicht ist die Zukunft des Bades wieder ungewiss“, betont SPD-Fraktionschef Armin Körzell. Die Gemeinde sei im September von der Kommunalaufsicht aufgefordert worden, eine Stellungnahme zum Weiterbetrieb des Bades und zur Finanzierung abzugeben. Diese Stellungnahme gab der Erste Beigeordnete, Armin Krapf (CDU), ab. „Nach dem Kenntnisstand der SPD-Fraktion Wildeck sind wesentliche Punkte nicht erwähnt oder nicht vollständig berücksichtigt worden“, mutmaßt Körzell.

Die Gemeindevertretung habe im Oktober auf Antrag der SPD- und der FDP-Fraktion wegweisende Beschlüsse gefasst, die den Haushalt der Gemeinde entlasten. Der erste Beschluss beinhaltete, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg als Schulträger aufzufordern, sich jährlich an den Kosten der Kleinschwimmhalle in der Höhe zu beteiligen, die ihm an Fahrtkosten für die Wildecker Schüler zur Sicherung des gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmunterrichts entstehen.

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Ähnlich sieht dies auch der FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Paulus, der einen entsprechenden Antrag in den Kreistag einbringen wird. Dieser Antrag sieht sogar eine einmalige Beteiligung des Landkreises von 320 000 Euro für die Sanierung vor. „Es geht uns hier um die Gleichberechtigung der Gemeinden und Städte im Kreis. Die Bäder in Rotenburg und Bad Hersfeld werden vom Kreis unterstützt“, heißt es in der Pressemitteilung der SPD-Fraktion.

Die Kündigung des Pachtvertrages zur Jugendbegegnungsstätte solle den Weg für die Vermarktung in Form von Verpachtung, Verkauf oder Mietkauf freimachen. Durch eine Vermarktung und Einsparungen bei den Betriebskosten erwartet die SPD-Fraktion über 40 000 Euro zusätzliches Geld für die Gemeindekasse.

Das Konzept der DLRG sehe vor, die Begegnungsstätte und das Hallenbad zu einem Gesundheitszentrum für Jung und Alt zu entwickeln. Mit den Beschlüssen seien hier die ersten Weichen gestellt worden, betont Körzell.

„Hinzu kommen Eigenleistungen bei der Sanierung, die von den Nutzern des Bades angeboten werden. Somit ist eine Entlastung der Baukosten von mindestens 30 000 Euro möglich“, erklärt die SPD-Fraktion. Diese Zahlen zeigten, dass sich die SPD-Fraktion ernsthafte Gedanken um die Konsolidierung des Haushaltes mache, damit Wildeck weiterhin lebenswert bleibe.

Das Konzept der DLRG kann rechts oben unter „Ergebnisbericht“ auf der Internetseite eingesehen werden: www.dlrg-obersuhl.de

Quelle: HNA

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