Bekenntnis zum Standort

Heinebacher Solarfirma Kirchner feiert Fair-Trade-Day mit 2000 Gästen

Die Sonnenrallye führte Kinder zu diesem Solarkocher, der bei starker Sonne sogar Popcorn machen kann. Nadja Leidebrand, Zweite von links, erklärte, wie er funktioniert. Fotos: Meyer

Heinebach. Fairer Handel, sagt Lars Kirchner, Vorsitzender der Heinebacher Kirchner Solar Group, gehört zur Firmenphilosophie. Deshalb, und weil im Firmengebäude ein Fair-Trade-Laden eröffnet wurde, hieß das diesjährige Fest von Kirchner für die Kunden „Fair-Trade-Day“.

Über 2000 Kunden und Besucher kamen und bestaunten einen imposant gestalteten neuen Haupteingang, einen großen neuen Kinderspielplatz und einen umgestalteten Parkplatz, auf dem sich neun große Masten mit Fotovoltaikanlagen in die Höhe recken. 700 000 Euro hat das Unternehmen jüngst investiert, „ein klares Bekenntnis zum Produktions- und Vertriebsstandort Alheim“, wie Lars Kirchner sagt.

Im Fair-Trade-Laden entdeckten die Besucher geschnitzte Giraffen, Nashörner und Krokodile, Tücher, Taschen, Kerzen und Tee. Die meisten der Produkte stammen aus Uganda, wo Kirchner vier Filialen unterhält und derzeit ein Solartechnikum aufbaut. Hier sollen künftig gleichzeitig 50 Solartechniker ausgebildet werden - ein Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe, so Kirchner. 50 Prozent der Einnahmen aus den Uganda-Produkten werde den Menschen dort zugute kommen.

Lars Kirchner (rechts) mit den Kunden Peter und Martina Pforr (Mitte) im neuen Fair-Trade-Laden. Links Mitarbeiterin Helena Isaak.

Im Fair-Trade-Laden wird auch Wein verkauft, der in Italien unter solchen Anlagen wächst, wie sie draußen auf dem Parkplatz stehen. Auf diesen Anlagen, den sogenannten Nachführsystemen, drehen zwei Gelenke die Module immer in den idealen Winkel zur Sonne. Zum Programm am Fair-Trade-Day gehörten Live-Musik, Vorträge rund um Fotovoltaik und für Kinder eine Rallye, auf der sie viel Wissen zum Thema Energie sammelten.

Lars Kirchner fand Zeit, sich mit Kunden und Besuchern zu unterhalten. Kirchner blickt positiv in die Zukunft. Die Neuregelungen bei der Solarförderung, die für Kirchner absehbar waren, brächten das Unternehmen nicht in Bedrängnis. Kirchner begrüßt auch, dass in den Kommunen Waldhessens die Windkraft auf dem Vormarsch ist. „Wir brauchen den Energiemix. Trotzdem hat Solarenergie das größte Potenzial, schnell, effizient und kostengünstig Strom zu produzieren.“ (zmy)

Quelle: HNA

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