Abgebrochener Hundeschwanz verschwunden

Skulptur auf Rotenburger Marktplatz beschädigt - Reparatur zu teuer

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Nur noch ein Stummelchen: Der Schwanz vom Dackel auf dem Marktplatz ist weg, zeigen Ingrid Sänger, links, und Kerstin Schulz, von der Tourist-Information.

Rotenburg. Der Schwanz ist ab. Der kleine Bronze-Dackel neben der Statue der Diakonisse auf dem Rotenburger Marktplatz hat seit Samstag keine Rute mehr. Von ihr fehlt jede Spur.

Kerstin Schulz, die Leiterin der Tourist-Information, ärgert sich vor allem, dass der Bronzeschwanz nicht einfach in ihrem Büro abgegeben wurde, falls dem Verursacher ein Malheur passiert war. „Schon einige Male mussten wir die demolierten Bronzeskulpturen in der Stadt reparieren lassen. Dies kostet die Stadt jährlich eine beträchtliche Summe.“ Wirklich ärgerlich sei, dass der abgebrochene Schwanz verschwunden ist. Das bedeute, dass die Stadt den Künstler beauftragen müsste, einen neuen anzufertigen - finanziell zu aufwendig, um die Reparatur zu veranlassen. „Das Ende wird sein, dass der Dackel so bleibt“, befürchtet Kerstin Schulz.

Sie und ihre Mitarbeiterinnen gehen nicht einmal davon aus, dass der Dackel seinen Schwanz verloren hat, weil jemand mutwillig das Kunstwerk zerstören wollte. Vielleicht sei ein Kind daraufgesprungen. Problematisch sei, dass der Schwanz weg ist. Kerstin Schulz hofft, dass der Verursacher sich doch noch ein Herz fasst und den abgebrochenen Dackelschwanz abgibt - damit das Tierchen repariert werden kann.

Scherben auf dem Boden des Häuschens: Auf dem Wohnmobilistenplatz wird laut Kerstin Schulz immer mal wieder randaliert. Auch Müll wird auf dem Gelände verteilt.

Dass Eltern ihre Kinder an den Bronzefiguren spielen lassen, sie nicht ermahnen, sondern sogar noch Mitarbeiterinnen der Tourist-Information verbal attackieren, wenn diese darum bitten, die beliebten Kunstwerke zu respektieren - das ärgert die Tourist-Fachfrauen allerdings sehr.

Mit Randale und Vandalismus in der Stadt ist das Team um Kerstin Schulz immer wieder befasst. Auch der Wohnmobilistenplatz am Wittich wird demnach häufiger von Jugendlichen aufgesucht, die im Laufe der Nacht laut werden, Flaschen zerbrechen und Mülleimer fleddern. „Wohnmobilisten haben schon die Polizei gerufen, weil sie auf ihre Bitte um Ruhe nur freche Antworten bekommen haben“, erzählt Kerstin Schulz.

Dass in der Stadt immer mal wieder randaliert wird, weiß man auch bei der Polizei. Allerdings haben die Beamten beim Wohnmobilistenplatz keine besonderen Auffälligkeiten registriert, erklärte der neue Leiter der Polizeistation Rotenburg, Hauptkommissar Peter Lang.

Quelle: HNA

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