Die Ermittlungen dauern an - unter anderem werden Zahnärzte und Dentallabore befragt

Skelettfund: Noch keine Hinweise auf Identität des Toten im Rotenburger Wald

+

Rotenburg. Auch vier Monate nach dem Fund eines menschlichen Schädels sowie Knochen im Wald bei Rotenburg gibt es keine Hinweise auf die Identität des Toten.

Das erklärte Polizei-Pressesprecher Manfred Knoch auf Anfrage unserer Zeitung.

Mitte Februar waren Schädel und etwa 50 Knochen sowie Bekleidungsreste, darunter eine Jeans Größe 54, in dem schwer zugänglichen Waldstück oberhalb des Kreisjugendhofes gefunden und geborgen worden. Auch eine Brille samt Etui eines Optikers aus Weiden in der Oberpfalz gehörte zu den Fundstücken.

Nach den Untersuchungen in der Gießener Gerichtsmedizin handelt es sich um die Überreste eines Mannes, der zum Todeszeitpunkt etwa 50 Jahre alt war. Ein bundesweiter DNA-Abgleich brachte kein Ergebnis, sagte Knoch weiter. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es nicht.

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es keinen offenen Vermisstenfall. Für die ermittelnden Beamten bedeute dies aber nicht, dass der Mann nicht aus dem Kreis stammt. Es könne sich auch um eine Person handeln, deren Verschwinden noch nicht aufgefallen ist – zum Beispiel wegen fehlender Sozialkontakte.

Die Ermittlungen dauern an – auch bei Zahnärzten und in Dentallaboratorien. Die Polizei bittet erneut um Hinweise unter Telefon 06623/ 9370 oder 06621/ 9320.

Skelett in einem Waldstück bei Rotenburg gefunden

Lesen Sie auch:

Polizei findet Skelettteile im Wald bei Rotenburg

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion