Seit 60 Jahren gibt es den THW-Ortsverband Rotenburg – Tag der offenen Tür

Sie sind Helfer in der Not

Übung 1960: Mitglieder des Technischen Hilfswerks bauen einen Hängesteg. Foto: nh

Rotenburg. Anlässlich seines 60-jährigen Bestehens stellt sich der THW-Ortsverband Rotenburg am Samstag, 13. April, in seiner Unterkunft, Im Heienbach 21, vor. Anlass ist auch die Übergabe der neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWAA) UF 15.

Schon seit Mai 2008 hat der Ortsverband Rotenburg keine TWAA mehr, da die letzte wegen des tropischen Zyklons Nargis in Birma zum Einsatz kam, wo sie heute noch ihre Dienste tut, erklärte der Rotenburger Ortsbeauftragte Fritz Freund.

1952 hatte Kurt Horch das THW-Rotenburg gegründet. Schon ein Jahr später mussten die ersten Rotenburger ihr Können unter Beweis stellen. Im Frühjahr 1953 wurde Holland von einer schweren Sturmflut heimgesucht, dies erforderte eine internationale Hilfe. 20 Helfer aus Rotenburg waren hier zwei Wochen lang im Einsatz.

Auslandseinsätze gab es zum Beispiel in Polen und Rumänien, Albanien, und insbesondere Trinkwasseraufbereitung auf den Malediven 2005, Uganda 2007, Birma 2008 und Haiti 2010. So kamen etwa 10 000 Einsatzstunden zusammen. Dazu kommen noch circa 20 000 Stunden für Inlandseinsätze, wie Abstütz- und Aufräumarbeiten beim Dammbruch in Kirchheim 1977 und beim Oder-Hochwasser 2002.

Auch die Sprengberechtigten im Rotenburger THW haben in der 60-jährigen Geschichte so mancherlei „kaputt“ gemacht, so mussten manche Gebäude, Kipprampen und Schornsteine zum Einsturz kommen.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg waren die ehrenamtlichen Helfer etwa 12 000 Stunden im Einsatz, sicherten zum Beispiel Gebäude nach Bränden, halfen bei der Suche nach Vermissten und bei extremen Wetterlagen. Diese lokale Gefahrenabwehr wird gemeinsam mit der Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz immer wieder durch Übungen im Laufe der Jahre praktiziert.

Trinkwasserversorgung

Im Ortsverband Rotenburg ist eine Fachgruppe Trinkwasserversorgung neben dem Technischen Zug als Basiseinheit angesiedelt, die jetzt eine Trinkwasseraufbereitungsanlage der neuesten Technologie bekommt. Diese Anlage wird durch qualifizierte Helferinnen und Helfer bedient und ist in der Lage, aus verschmutztem Bach-, Teich- oder Seewasser reines Trinkwasser nach der Deutschen Trinkwasserverordnung herzustellen, labortechnisch zu prüfen und zu überwachen als auch zu transportieren und zu verteilen.

Das durch diese Anlage mit einer Kapazität von 15 Kubikmetern pro Stunde produzierte Trinkwasser kann in die Ring-leitungen der örtlichen Versorger eingespeist werden und somit die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser durchgängig gewährleisten.

Für all diese Aufgaben sucht das Technische Hilfswerk ständig neue engagierte Helferinnen und Helfer. Treffpunkt ist jeden Montag von 19 bis 22 Uhr in der Unterkunft „Im Heienbach 21“ sowie für Jugendliche (Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren) jeweils mittwochs von 18.30 bis 20.30 Uhr. (red/sis)

www.thw-ov-rotenburg.de

Quelle: HNA

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