Trennung vom Industrieventilatoren-Hersteller bis 30.9.

Siemens will auch den Rest von TLT verkaufen

Bad Hersfeld. Der Siemens-Konzern beabsichtigt den Verkauf seines Tochterunternehmens TLT-Turbo, das am Standort Bad Hersfeld Industrieventilatoren herstellt. Weitere Standorte sind Zweibrücken, Oberhausen und Frankenthal. Insgesamt beschäftigt TLT-Turbo 345 Mitarbeiter, davon 119 in Bad Hersfeld.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Siemens den früheren TLT-Geschäftsbereich Gebäudeventilatoren an Trox in Neukirchen-Vluyn verkauft. Seitdem firmiert diese Sparte unter dem Namen Trox-TLT und ist in Bad Hersfeld nach wie vor im sogenannten Serienwerk in der Straße Am Weinberg ansässig (unsere Zeitung berichtete).

Die Bad Hersfelder Beschäftigten des bei Siemens verbliebenen Teils der TLT waren daraufhin in Büros in der Wippershainer Straße gezogen und damit in die unmittelbare Nachbarschaft ihrer Produktionsstätte. Die Industrieventilatoren werden in einer gemeinsam mit der Firma Grenzebach BSH genutzten Halle gefertigt.

Bis zum 30. September 2013 - dem Ende des Geschäftsjahres - soll nun ein Käufer auch für diesen Teil von TLT gefunden werden. Darüber haben sich Siemens und das TLT-Management einvernehmlich verständigt. Hintergrund ist das Unternehmensprogramm „Siemens 2014“, das eine Fokussierung auf Kernaktivitäten des deutschen Konzerns vorsieht.

Angesichts der weltweiten Geschäftstätigkeit von TLT sei es „logisch, dass man auch international nach Interessenten sucht“, erklärte Geschäftsführer Hartmut Brandau. Mit einem neuen Partner und als Teil von dessen Kerngeschäft wolle man weiter wachsen, beschrieb Brandau die Motivation auf Seiten von TLT.

Die TLT-Turbo GmbH war 2006 im Zuge der Übernahme des Turbinen-Herstellers Kühnle, Kopp & Kausch (KK&K) in Frankenthal durch Siemens unter das Dach des Konzerns geraten.

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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