Sieben Jahre, sieben Abschnitte

+
Letzte Aufräumarbeiten sind noch im Gange: Ein Blick in den Altarraum mit Orgel und üppig geschnitztem und vergoldetem Orgelprospekt aus dem Jahr 1682. Auch Kanzel und den schönen gotischen Fenstern ist zu sehen.

Sie ist nicht größte, aber die älteste der Rotenburger Kirchen. Seit 2007 wurde die Jakobikirche in sieben Bauabschnitten sieben Jahre lang saniert.

Am kommenden Sonntag wird sie ab 11 Uhr mit einem von Prälatin Marita Natt, Dekanin Gisela Strohriegl und Pfarrer Michael Dorfschäfer gehaltenen Festgottesdienst wieder in Betrieb genommen.

Die vom Spangenberger Architekten Helmut Spitze geleitete „Jahrhundertsanierung“ wurde mit Hilfe zahlreicher renommierter Handwerksbetriebe in Angriff genommen. „Alles in allem war es ein hochinteressanter Prozess“, resümiert Bezirkskantor Christian Zierenberg, der vor wenigen Tagen noch gemeinsam mit Johannes Jäger und Thomas Strohriegl dabei war, Stühle in das noch nicht ganz aufgeräumte Gotteshaus zu tragen. „An vielen Stellen mussten wir Kompromisse eingehen, aber es war ein demokratischer Prozess, und ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Ähnlich sieht es der Hausherr, Pfarrer Michael Dorfschäfer, der sehr dankbar dafür ist, dass die Rotenburger weit über 100 000 Euro für die Generalüberholung ihrer das Stadtbild prägenden Kirche gespendet haben.

Download

PDF der Sonderseite Jakobikirche in Rotenburg

Nach ersten vorbereitenden Maßnahmen begannen die Sanierungsmaßnahmen, für die insgesamt rund 2,2 Millionen Euro aufgewendet werden mussten, mit der Erneuerung des Daches, der Chorfassade, der Südfassade, der Nordfassade, des Turmes einschließlich des dazugehörigen Daches, der Turmhaube und der Westfassade. Eine vollständige Innenrenovierung schloss sich an. Schnell stand fest, dass die Farbgebung der 1960er-Jahre verbesserungswürdig war. Für das neue Farbkonzept wurde nach eingehender Beratung auf die Farbgebung der 1700er-Jahre zurückgegriffen, die insbesondere im jetzt naturbraunen Anstrich der hölzernen Emporen zum Ausdruck kommt. Dazu passend wurden die Flächen der um 1930 eingezogenen Decke hell und die Kassettenrahmen braun gestrichen. Auf den Emporen ist sie nach der Entfernung der fest verankerten Bänke jetzt auch flexibler handhabbar – beispielsweise als Chor- und Orchesterempore.

30 Orchesterstühle, die allen Rotenburger Gemeinden zur Verfügung stehen, sind in dieser Woche gerade noch rechtzeitig eingetroffen. (zwa)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.