TÜV und Bauaufsicht prüfen Fahrgeschäfte auf Lullusfest

Bad Hersfeld. Wenn es im Karussell richtig rund geht und möglichst viele Besucher zwischen den Ständen entlang schlendern, dann macht das Bad Hersfelder Lullusfest erst richtig Spaß. An erster Stelle steht jedoch die Sicherheit.

Gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und Deutschem Roten Kreuz erstellt die Stadt jedes Jahr aufs neue ein viele Seiten langes Sicherheitskonzept, das zum Beispiel den Abstand zwischen den Buden und Fahrgeschäften regelt und einen ausführlichen Flucht- und Rettungsplan enthält.

Regelmäßigen Kontrollen unterliegen die Belustigungs- und Fahrgeschäfte. Die technische Überwachung der „fliegende Bauten“ liegt beim TÜV. Fliegende Bauten sind laut Richtlinie bauliche Anlagen, die an verschiedenen Orten wiederholt aufgestellt und zerlegt werden. Für sie ist eine Ausführungsgenehmigung erforderlich, die in ein Prüfbuch eingetragen wird. Deren Frist richtet sich nach der Art des „Bauwerks“.

Achterbahnen ohne Looping müssen etwa alle zwei Jahre geprüft werden, ebenso wie Karussells mit mehrfachen Drehbewegungen, Riesenräder ab 15 Gondeln und Elektro-Autoskooter. Kinderkarussells am Boden sind alle vier Jahre zu prüfen, Spiel-, Schieß- und Verkaufsgeschäfte alle fünf Jahre.

„Wir haben in Deutschland höchste Sicherheitsstandards und ein System, das sich bewährt hat“, sagt Stefan Kasper, Leiter der Abteilung Fliegende Bauten beim TÜV Süd. Unfälle kämen äußerst selten vor. „Wer mit dem Auto anreist, hat den gefährlichsten Teil des Tages schon überstanden“, bewertet Kasper das Unfall-Risiko auf Volksfesten.

Den „äußeren“ Eindruck der Geschäfte nach dem Aufbau und die erforderlichen Papiere überprüft Jörg Braun von der Bauaufsicht der Stadt, der seit zehn Jahren für die Abnahme zuständig ist.

Wegen Explosionsgefahr dürfen die Buden rund um die Bücherei dieses Jahr erstmals kein Gas benutzen. Zum TAge

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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