Diskussion um mehr Sicherheit für Kinder auf Weg vom Feriendorf ins Wilhelmstal

Sicher zur Spielwiese

An dieser Stelle kann es gefährlich werden: Die Kinder aus dem Feriendorf (rechts) müssen die Straße zur Tannenburg hoch überqueren, um auf die Spielwiese im Wilhelmstal zu kommen. Das Feriendorf selbst ist autofrei. Deshalb laufen die Kinder oft gedankenlos über die Straße. Foto: Dupont

Nentershausen. Die Kinder, die im Nentershäuser Feriendorf zu Gast sind, müssen noch besser vor dem Verkehr am Rand der Anlage geschützt werden. Das fordert Dieter Lehmann. Er ist Besitzer des Feriendorfes und fordert von der Gemeinde Nentershausen seit langem, die Kinder auf dem Weg vom Feriendorf zur Spielwiese im Wilhelmstal besser zu schützen. Die Kinder müssen dazu die Straße zur Tannenburg überqueren, die am Wochenende viel von Autos genutzt wird.

Die vorhandenen Warnbaken und Hinweisschilder auf einen Überweg hält Lehmann für nicht ausreichend.

„Auflagen nochmal prüfen“

„Die touristische Situation der Tannenburg und des Feriendorfes haben sich glücklicherweise grundlegend zum Positiven geändert“, sagte Lehmann. Es werde sich aber fatal auswirken, wenn die Verkehrssituation nicht entschärft werde. „Erst kürzlich wurde uns von einem Gast wieder über eine Gefahrensituation mit zwei kleinen Mädchen berichtet. Sie konnte nur durch das Eingreifen eines Erwachsenen entschärft werden, der zufällig dort war“, berichtet Lehmann. Gerade jetzt zu Beginn der neuen Saison habe das Thema für ihn hohe Priorität.

Das Argument der Gemeinde, sie stehe unter dem Schutzschirm und habe für das Projekt kein Geld, überzeugt Lehmann nicht. „Ich hoffe, dass die Gemeinde die Auflage noch einmal prüft und dann verantwortlich mit der Situation umgeht.“

Bürgermeister Ralf Hilmes weist die Kritik zurück. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir bereits für eine Verkehrsberuhigung gesorgt“, betonte Hilmes. „Man kann darüber nachdenken, ob das ausreicht. Die Gemeinde hält weitere Maßnahmen aber nicht für nötig.“

„Schwellen untauglich“

Vor zwei Jahren waren tellerförmige Bodenschwellen angeschafft worden, um den Verkehr zu beruhigen. Sie wurden aber nicht eingebaut. „Bei der Kanalsanierung haben wir festgestellt, dass die Asphaltdecke dort nicht stark genug ist, um die Schwellen ohne Probleme zu montieren“, erklärte Hilmes. Damals sei klar geworden, dass eine Montage ein Mehrfaches der Anschaffungskosten von 1400 Euro betragen würde. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung müsse die Gemeinde jede Ausgabe auf ihre Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit hin überprüfen. Als entscheidendes Argument, warum die Gemeinde die Schwellen nicht montierte, nannte Hilmes aber Erfahrungen in anderen Kommunen mit diesen Schwellen.

Die Bremsschwellen hätten nicht die erhoffte Verkehrsberuhigung gebracht. Sie seien nicht nur untauglich, sondern sogar gefährlich, zum Beispiel für Radfahrer. Auch für den Winterdienst seien sie ein Problem. „Beim Schneeschieben werden die Teller beschädigt oder sogar herausgerissen“, berichtete Hilmes.

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Von René Dupont

Quelle: HNA

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