Alheimer informierten sich bei Bürgerversammlung in Oberellenbach über das Thema Windkraftanlagen

Wo sich Rotoren drehen können

Blick von unten auf ein Windrad: Mit Rotor sind die Anlagen etwa 200 Meter hoch. Foto: Zerhau/nh

Oberellenbach. Nahe der Franzosenstraße und eventuell am Rehkopf – das sind mögliche Standorte für Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Alheim. Das ist der bisherige Stand der Untersuchungen und Planungen, mit denen sich das Bauamt der Stadt Rotenburg in Person von Heinrich Wacker befasst. Die Behörde ist federführend mit der Planung für das Zubra-Gebiet, also Bebra, Rotenburg und Alheim, befasst. Erste Ergebnisse stellte Heinrich Wacker etwa 50 interessierten Zuhörern bei einer Bürgerversammlung in Oberellenbach vor.

Klar ist dabei die Vorgabe des Landes Hessen, wie Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke erklärte: Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen Windparks stehen. Dass auch die Zubra-Region die Windkraft braucht, steht für Heinrich Wacker außer Frage (siehe Hintergrund). Und wo sich aus verschiedenen Gründen keine Räder drehen sollen, ebenfalls (siehe Ausschlusskriterien).

Übrig bleiben, so führte Wacker aus, 3,4 Prozent der Gemeindefläche Alheims. Für Rotenburg (7,6 Prozent) und Bebra (9,1 Prozent) sind die Flächenanteile größer.

Für diese Areale wird nun geprüft: Wäre ein Betrieb überhaupt wirtschaftlich? Also: Weht in 140 Metern Höhe überhaupt ein Wind von sechs Metern pro Sekunde? Und wäre der Standort überhaupt erschließbar? Wacker: „Ich muss ja den erzeugten Strom von dort ins Netz einspeisen können.“

Danach wird geprüft, wie sich das Landschaftsbild verändert. „Die Anlagen sind mit Rotoren bis zu 200 Meter hoch, die lassen sich nicht verstecken“, stellte der Planer klar. Windmessungen sind übrigens im Bereich der Franzosenstraße geplant, erklärte Wacker. Beim Rehkopf seien die nicht nötig – es sei klar, dass die Windgeschwindigkeit dort ausreichend wäre. Platz sei auf dem dortigen Areal theoretisch für sieben bis zehn Rotoren.

Staatsforst

Die Gebiete, die in Frage kommen, gehören allerdings zum allergrößten Teil nicht den Kommunen, sondern sind hessischer Staatsforst, erklärte Bürgermeister Lüdtke. Wacker ergänzte, die Kommunen hätten allerdings trotzdem dort Planungshoheit. Attraktiver sind für die Kommunen naturgemäß Windräder auf Gemeindegebiet – die Erträge kommen ihnen dann zugute. Lüdtke und Wacker vermuten, dass ein oder zwei Rotoren auf Alheimer Gebiet stehen könnten, dazu sechs auf Rotenburger und zwei bis vier auf Bebraer Gebiet. Das Ziel: Vor Ende 2014 soll das erste Windrad stehen, sagte Heinrich Wacker.

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

Kommentare