Serenade zur Feier 50 Jahre Garnisonstadt Rotenburg

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Empfang: Bürgermeister Christian Grunwald, Oberstleutnant Uwe Reinhardt, Hauptmann a.D. Heinz Schlegel und Altbürgermeister Manfred Fehr.

Rotenburg. Getragen feierliche Weisen, Märsche, aber auch ein Abba-Medley, bei dem selbst „Waterloo“ nicht fehlte, klangen am Samstagabend über den Marktplatz: 50 Jahre Garnisionsstadt Rotenburg war der Anlass für die stimmungsvolle Serenade.

Zu einer Serenade mit dem Heeresmusikkorps II aus Kassel, beleuchtet von Fackelträgern, hatten der Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 286, Oberstleutnant Uwe Reinhardt. und Bürgermeister Christian Grunwald eingeladen.

Trotz des noch laufenden Fußball-Pokalendspiels Dortmund gegen Bayern waren zahlreiche Menschen gekommen, um dem Ereignis beizuwohnen. 50 Jahre Garnisonsstadt Rotenburg war der Anlass für die stimmungsvolle Serenade auf dem Marktplatz, die mit einem Marsch begann und mit dem melancholischen "Lili Marleen" und der Nationalhymne in der Dunkelheit beendet wurde.

Wehmütig wie im Liedtext von Lili Marleen, mit der der Soldat wie einst vor der Kaserne an der Laterne stehen möchte, fielen auch die Reden beim offiziellen Empfang im Rathaus aus. Die Schließung des Standortes in zwei Jahren spielte neben einem teils amüsanten Rückblick von Hauptmann a.D. Heinz Schlegel eine beherrschende Rolle. Oberstleutnant Uwe Reinhardt, der kurz nach Amtsantritt von der Schließung erfahren hatte, sprach von der Bürde und Last, aber auch der Ehre, hier der möglicherweise letzte Kommadeur zu sein.

Unbedingt weitergeführt werden müssten die Aktion für behinderte Menschen und die Betreuung der Reservisten, sagte der Kommandeur.

Dass es eine solche Serenade, die Teil des höchsten militärischen Zeremoniells des Großen Zapfenstreichs ist, voraussichtlich nie wieder in Rotenburg geben wird, bedauerte der Bürgermeister, der Oberstleutnant Ekkehard Ihde für die Organisation dankte. Grunwald forderte für die Vermarktung des Kasernengeländes nach Abzug der Truppe eine akzeptable Infrastruktur. "Dafür ist aus unserer Sicht eine Anbindung der Kaserne an die Bundesstraße 83 über eine Brücke unabdingbar." Man hoffe auf die durch Landes- und Bundesbehörden zugesagte Unterstützung, sagte Christian Grunwald.

Kurzweilig und mit vielen Fotos stellte Hauptmann a.D. Heinz Schlegel als Zeitzeuge die Historie des Garnisonsstandorts dar.

Bilder von der Serenade

50 Jahre Garnison in Rotenburg

So sei man 1963 nach Ausrüstung mit Mannschaftswagen auf Kette beim Durchfahren der Brückengasse auch mal im Schaufenster gelandet, berichtete Schlegel, der vom ersten Tag an vor 50 Jahren mit dabei war. Die große Fuldabrücke gab es zu der Zeit noch nicht. Zur Historie des Garnisonsstandorts berichteten wir am Samstag ausführlich.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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