Selfies mit Odonkor heiß begehrt

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„David, schenk mir ein Foto ...“: Die Bilder mit Ex-Nationalspieler Odonkor waren nach dem Abpfiff in Friedewald heiß begehrt.

Friedewald. Seine Autogramme waren heiß begehrt, Selfies mit ihm zieren viele Handys der Dortmund-Anhänger.

Nach dem Abpfiff des Freundschaftsspiels zwischen einer Regionalauswahl und den

Dortmunder Oldtimern in Friedewald bildete sich schnell eine Menschentraube vor allem um einen Spieler: David Odonkor. Fast eine halbe Stunde brauchte der Außenspieler, ehe er unter die Dusche kam.

Seelenruhig erfüllte er die Wünsche vor allem der jungen Fans. Der 32-Jährige, der mit 29 Jahren wegen anhaltender Verletzungsprobleme aufhören musste, war im Spiel ehrgeizig wie eh und je. „Ich will jedes Spiel gewinnen, selbst mit der Traditionself“, sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Einen Treffer steuerte Odonkor, der acht Jahre beim BVB in der Jugend und in den Senioren spielte, am Samstag zum 11:4-Erfolg bei. Wegen seiner Schnelligkeit – er schaffte die 100 Meter locker unter elf Sekunden – war er früher als Außenspieler prädestiniert. Es gibt präzise Statistiken über ihn. Von 227 Flanken, die er für den BVB in der Bundesliga schlug, 21 Prozent davon führten zu Großchancen und Toren – es gibt nicht viele Spieler, die solche Werte erreichen.

Flanke seines Lebens 

Die Flanke seines Lebens aber gab er in der Nationalmannschaft bei der WM 2006 im Gruppenspiel gegen Polen. Als die Nachspielzeit bereits lief, passte er in die Mitte, wo Oliver Neuville mitgelaufen war und zum 1:0 verwandelte – es war der Start des Sommermärchens. „Es ist schon erstaunlich, wie bekannt die Szene ist. Die Leute werden im Zusammenhang mit mir noch in 15 oder 20 Jahren darüber sprechen“, erzählt er.

Mit Neuville hat er heute noch Kontakt. Erst neulich hat er zusammen mit ihm der Bild-Zeitung ein Interview gegeben. Und Markus Lanz hatte Odonkor eben wegen dieser Flanke erst kürzlich zu seiner Talkshow eingeladen. Dass Polen während des Freundschaftsspiels in Friedewald ins Viertelfinale gekommen war, hat ihn nicht sonderlich interessiert: „Viel wichtiger für uns ist, dass unsere Nationalmannschaft weiterkommt.“

Sportlicher Leiter 

Er habe sich in der Nationalelf sehr wohl gefühlt. „Der Teamgeistmacht die Nationalelf so stark. Das war damals wie heute so. Dafür wird sehr viel getan“, sagt er. Odonkor ist seit Herbst neuer sportlicher Leiter der Hammer Spielvereinigung in der Nordrhein-Westfalenliga. Er will dort etwas bewegen: „Hamm hat professionelle Bedingungen, sie wollen seit Jahren aufsteigen. Wir wollen einen guten Kader zusammenstellen und versuchen, oben mitzuspielen.“

Quelle: HNA

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