Seit Einführung zehnmal mehr ROF-Kenzeichen im Kreis

Wunsch-Kennzeichen sind ihnen wichtig: Familie Heise aus Rotenburg hat komplett auf ROF-Nummernschilder umgerüstet. Unser Bild zeigt von links Mutter Carmen, Vater Rolf und den jüngster Sohn Martin Heise. Foto: Gottbehüt

Hersfeld-Rotenburg. Früher waren sie eine Rarität - Autos mit einem ROF-Kennzeichen. Doch seit knapp zweieinhalb Jahren prangen sie im Straßenbild nicht nur an schmucken Oldtimern.

Seit der Einführung des ROF-Kennzeichens im August 2013 hat sich ihre Zahl mehr als verzehnfacht.

Waren es am Tag vor der Einführung, dem 31. Juli 2013, noch 542 ROF-Nummernschilder, so sind inzwischen knapp 6000 Fahrzeuge mit dem neuen, alten Kennzeichen des Altkreises Rotenburg unterwegs, weiß Dirk Herrmann, Pressesprecher des Landkreises, zu berichten. Der gesamte Bestand der im Landkreis zugelassenen Fahrzeuge hat sich in diesem Zeitraum von 108.600 auf 111.200 erhöht. 

Längst nicht nur Traditionalisten aus dem Kreisteil Rotenburg erfreuen sich daran, „ihr“ altes ROF wieder zurückbekommen zu haben. Auch Wunschkennzeichen-Anhänger aus dem Kreisteil Hersfeld, deren Kombination als HEF-Nummernschild bereits vergeben ist, greifen auf die ROF-Alternative zurück.

Neben den im Landkreis gemeldeten HEF- und ROF- Nummernschildern gibt es auch Kennzeichen anderer Zulassungsbezirke, die bei einem Umzug in unseren Landkreis behalten werden dürfen. Ihr Anteil am gesamten Fahrzeugbestand im Landkreis ist mit 0,8 Prozent zum Jahresbeginn 2014 und 1,1 Prozent aktuell jedoch sehr gering.

Vor der Wiedereinführung des ROF-Kennzeichens hatte es ein langes Hin und Her gegeben. Letztlich entsprach der frühere Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt mit dem Antrag auf Wiederzuteilung beim Bundesverkehrsministerium dem Wunsch vieler Einwohner des Landkreises. Allein mehr als 500 Zuschriften von ROF-Fans hatte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald damals binnen weniger Wochen erhalten. Er war auch der Erste, der sich sein ROF ans Auto schrauben durfte. (pgo)

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