Sechs Anträge für Schutzschirm sind jetzt in Wiesbaden

Antragsübergabe: Dr. Ulrich Keilmann (links, Leiter der Stabstelle Konjunkturprogramme und Referatsleiter im Finanzministerium) nimmt die Unterlagen von Ronshausens Bürgermeister Markus Becker (CDU) entgegen. Foto: nh

Ronshausen/Nentershausen. Der Bürgermeister war der Bote. Ronshausens neuer Verwaltungschef Markus Becker (CDU) hatte am Donnerstag dafür gesorgt, dass wichtige Papiere pünktlich ins hessische Finanzministerium gelangten. Es ging um sechs Kommunen im Landkreis und den kommunalen Rettungsschirm.

Becker brachte die Antragsunterlagen zum Kommunalen Schutzschirm von fünf Städten und Gemeinden aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg nach Wiesbaden.

Im Gepäck hatte er die Anträge von Ronshausen, Nentershausen, Hohenroda, Kircheim und der Stadt Rotenburg. Nur die Gemeinde Cornberg hatte ihre Unterlagen bereits vorab per Post nach Wiesbaden geschickt.

Am Freitag war Fristende für die Einreichung der Anträge. Die endgültige Entscheidung, ob das Land Hessen einen Teil der Schulden der Kommunen übernehmen soll, fällt zum Ende dieses Jahres. Dann müssen die fünf Gemeindevertretungen sowie die Rotenburger Stadtverordnetenversammlung die entsprechenden Beschlüsse fassen.

Nächste Woche wollen sich die sechs Bürgermeister gemeinsam zum Thema Schutzschirm erklären. Es geht um viel Geld. Die Stadt Rotenburg, die Ende dieses Jahres mit mehr als 37 Millionen Euro in der Kreide stehen wird, könnte annähernd elf Millionen Euro Schulden loswerden. Die Gemeinde Cornberg könnte um etwa 2,4 Millionen Euro entschuldet werden, in Ronshausen wird mit einer Entschuldungshilfe von etwa 3,3 Millionen Euro gerechnet. (ach)

Quelle: HNA

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