Sebastian Mader ist neuer Sozialarbeiter in Bebra

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Der neue Mann fürs Juze und das Freizeitgelände: Sebastian Mader ist Sozialpädagoge aus Eschwege.

Bebra. Sebastian Mader pfeift, wenn das Spiel beginnt, wenn einer foult, ins Abseits schießt oder die Zeit abgelaufen ist: Er ist seit 18 Jahren Schiedsrichter auf dem Fußballplatz und seit Anfang des Monats der neue Sozialarbeiter in Bebra.

Sebastian Mader ist Nachfolger von Johannes Barman, der ein Lehramtsstudium aufgenommen hat.

Der Einstieg könnte für Sebastian Mader nicht besser sein: Er startet in Bebra mit dem Aufbau eines neuen Jugendzentrums, das bis Ende des Jahres an der Kerschensteiner Straße direkt neben der Brüder-Grimm-Gesamtschule entstehen soll – nach Jahren des Provisoriums.

Betreuung bei Hausaufgaben

Der 36-Jährige, der bisher als Sozialpädagoge in Eschwege tätig war, sieht seine neue Vollzeitstelle als Herausforderung. Er ist nicht nur zuständig für das Juze, das sich zurzeit noch an der Bismarckstraße befindet, sondern auch für die Hausaufgabenbetreuung, die in Zusammenarbeit mit der Schule am Standort Bünberg läuft. Dort arbeitet er auch mit der Schulsozialarbeiterin Christina Kindler zusammen. Die Ausbildung ehrenamtlicher jugendlicher Helfer und die Ferienspiele gehören ebenso zu seinen Aufgaben. Und der Ausbau des neuen Freizeitgeländes an der Kerschensteiner Straße.

Dort, am neuen Juze-Standort, ist Sebastian Mader künftig der Ansprechpartner, erklärt Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege. Dort soll auch die Zusammenarbeit mit der Schule weiter intensiviert werden.

Etwa 15 bis 20 Jugendliche kommen durchschnittlich ins Bebraer Juze, deutsche und aramäische, türkische und kurdische. Ein Sprachproblem gebe es aber nicht, sagt Rathmann, „es wird Deutsch geredet“.

Der erste Kontakt mit den jungen Leuten hat Sebastian Mader gut gefallen. Er ist sehr offen empfangen worden, erzählt er. Besonders wichtig seien den Jugendlichen Turniere, Fahrten, Fitness-Möglichkeiten und der Filmabend freitags. Sebastian Mader möchte für das neue Juze zusammen mit den Jugendlichen ein Logo entwickeln.

Auf dem Weg begleiten

Es macht ihm Freude, Jugendliche mit ihren unterschiedlichen Charakteren auf ihrem Weg zu begleiten, bis hin zum Schulabschluss. Er legt Wert auf ein Vertrauensverhältnis, sieht sich als Moderator, der Fähigkeiten erkennt und versucht, sie zu verstärken. Ansprechpartner will er sein. Einer, an den sich die jungen Leute wenden können. Dann ist er auch mal Kummerkasten, eine Schulter, an der man alles rauslassen kann.

Was den Juze-Neubau betrifft, erläuterte Uli Rathmann, prüfe man zurzeit die Angebote zusammen mit der Architektin Silke Holzhauser und sehe, was mit den 220 000 Euro möglich sei. Vorgesehen ist ein Haus in Modulbauweise, das im Baustil zur vorhandenen Bebauung passe.

Öffnungszeiten

Das Jugendzentrum ist montags bis freitags von 15 bis 21 Uhr geöffnet, freitags eventuell auch mal länger. Besucht wird es von der Altersgruppe der 13- bis 20-Jährigen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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