Schwächen weglachen

Bill Mockridge

Weiterode. Alle sollen mehr lachen – das findet Bill Mockridge, der uns vor seinem Auftritt mit dem Springmaus-Improvisationstheater am Samstag, 9. Februar, in Ellis Saal in Weiterode zu dem Thema: „Je oller, je doller“ einiges zu sagen hatte. 1947 in Kanada geboren, wurde er durch seine Rolle als Erich Schiller in der Serie Lindenstraße bekannt.

Was wollen Sie bewirken?

Bill Mockridge: Die Leute sollen viel mehr lachen – an diesem Abend eben über mich und damit auch über sich selbst und ihre Schwächen. Denn bald gibt es in unserer Gesellschaft mehr ältere als jüngere Menschen. Und das sind nicht nur einfach Leute, die man nicht mehr ernst nehmen, sondern die man auf der Rechnung haben muss, wenn zum Beispiel Politiker über Zukunft reden. Die Werbung ist da schon weiter: Die wollen jedem, der über 60 Jahre alt ist, einen Treppenlift, Doppelherz und Windeln verkaufen. Von den Werbefuzzis werden ältere Menschen behandelt, als seien sie nicht mehr ganz dicht. Dagegen will ich auf die Barrikaden gehen.

Dabei soll „Je oller, je doller“ helfen?

Mockridge: Ja, denn jeder auf der Welt sollte viel mehr lachen. Das können wir von den Kindern und Enkeln ganz einfach lernen: Die haben Lachen und Weinen in einem Sack. Und wenn Kinder lachen, dann sprühen sie vor Optimismus. Nur mit Optimismus retten wir Deutschland davor, irgendwann ganz alt auszusehen.

Was gibt es in Weiterode zu sehen und zu hören?

Mockridge: In Weiterode gibt es an diesem Abend eine Leseshow aus dem Buch „Je oller, je doller“. Ich beschreibe den abenteuerlichen Weg vom Best Ager zum Rest Ager. Wer schon immer mal alles über die Generation 50-plus wissen wollte, ist an diesem Abend richtig: Gibt es noch Sex im Alter? Falls ja: Wie ging das gleich noch mal? (zzh)

Quelle: HNA

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