Voraussichtlich 350.000 Euro fehlen

Schutzschirm: Rotenburg rechnet auch 2016 mit Haushaltsloch

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg wird es womöglich nicht schaffen, den Haushalt bis zum Jahr 2016 auszugleichen. Nach der aktuellen Finanzplanung wird dann noch ein Fehlbetrag von 315.000 Euro übrig bleiben.

Im Schutzschirmvertrag mit dem Land Hessen hatte sich die Stadt verpflichtet, die Lücke im Ergebnishaushalt binnen vier Jahren zu schließen.

Bürgermeister Christian Grunwald erklärte bei der Einbringung des Haushalts 2013, dass für die mittelfristige Planung ein Worst-Case-Szenario zugrunde gelegt wurde: Hohe Tarifabschlüsse und eine starke Verteuerung der Energiekosten könnten zu dem erwarteten Defizit im Jahr 2016 führen. Darauf wolle die Verwaltung schon jetzt hinweisen, anstatt mit geschönten Zahlen die Erwartung zu wecken, dass der Weg zur Haushaltskonsolidierung mühelos verlaufen werde.

Positiv war hingegen die Entwicklung im vergangenen Jahr: Während die Planung für 2012 noch von einem Defizit von 4,1 Millionen Euro ausging, sieht es laut Grunwald aktuell eher nach einer Halbierung des Haushaltslochs aus: Der Bürgermeister erwartet im Abschluss einen Fehlbetrag von 2,1 Mio. Euro. Die genauen Zahlen können sich aber noch verändern, sagte der Leiter des Fachbereichs Finanzen und Ordnung, Helmut Hartmann, auf Anfrage: „Die Tendenz ist aber ganz eindeutig.“ (mcj)

Quelle: HNA

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