Gespräche im Finanzministerium

Schutzschirm: Jetzt wird verhandelt

Nentershausen. Die Verhandlungen der Gemeinde Nentershausen mit dem hessischen Finanzministerium über den Schutzschirm gehen am Freitag, 7. September, los.

Die Latte für den Sprung unter den finanziellen Schutzschirm des Landes liegt hoch. Den Schutzschirm-Gemeinden ist ein Sparziel von 100 Euro pro Jahr und Einwohner vorgegeben. Alle sechs Kommunen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, die einen Antrag gestellt haben, verfehlen das Sparziel - wir berichteten. Ziel ist, bis 2020 einen ausgeglichenen Haushalt zu haben.

Nentershausen will jetzt mit dem Land verhandeln, ob der abgegebene Antrag in dieser Form ausreicht, um unter den Schutzschirm zu kommen. An den Verhandlungen nehmen Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD), der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Karlheinz Bornschier, und Vertreter der Fraktionen teil.

Wenn Nentershausen unter den Schutzschirm schlüpfen kann, wird das Land 2,1 Millionen Euro der Schulden der Gemeinde übernehmen. Ende 2011 hatte die Gemeinde Schulden in Höhe von insgesamt 7,2 Millionen Euro, berichtete Bürgermeister Hilmes in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Einsparmöglichkeiten

Ein Arbeitskreis hatte über Einsparmöglichkeiten nachgedacht. Daran waren der Gemeindevorstand, die Fraktionsvorsitzenden, der Büroleiter und der Bürgermeister beteiligt. Ergebnis des Arbeitskreises: Für das erste Jahr könnte die Gemeinde 63 000 Euro an Ausgaben einsparen, unter anderem bei der Verwaltung und beim Bauhof. Die Einnahmen könnten um 30 000 Euro gesteigert werden. Ergibt zusammen: 93 000 Euro. Damit würde die Gemeinde pro Einwohner 32 Euro einsparen und damit die Sparvorgabe von 100 Euro deutlich verfehlen.

„Im ersten Jahr könnten wir so viel einsparen. So geht das aber in den kommenden Jahren nicht weiter“, betonte Hilmes. (dup)

Quelle: HNA

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