Schutz vor Magen-Darm-Infekten

Er empfiehlt allen Eltern, ihre Säuglinge gegen das Rotavirus impfen zu lassen: der Bebraer Kinderarzt Dr. Rainer Bährens mit der kleinen Spritze, mit der Säuglingen die Schluckimpfung in den Mund getropft wird. Foto: Verena Koch

Das Rotavirus ist die häufigste Ursache für Magen-Darm-Erkrankung bei Kleinkindern - Tendenz steigend. Das Robert-Koch-Institut hat im vergangenen Jahr 39 300 Infektionen registriert. In diesem sind es bereits über 40 000. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden im ersten Halbjahr 38 Infektionen gezählt (2012 gesamt: 63).

Vor Kurzem hat die Ständige Impfkommission eine Empfehlung ausgesprochen, alle Säuglinge gegen das Virus zu impfen. Der Bebraer Kinderarzt Dr. Rainer Bährens beantwortet die wichtigsten Fragen zum Rotavirus:

Wie verläuft eine Infektion mit dem Rotavirus?

Das Virus verursacht einen Magen-Darm-Infekt mit starkem Durchfall. Vor allem Kinder im Alter bis fünf Jahren sind davon betroffen. Pro Jahr müssen in Deutschland etwa 20 000 Kinder stationär im Krankenhaus behandelt werden, um den Flüssigkeitsverlust per Infusion auszugleichen.

Etwa 50 Fälle im Jahr verlaufen so schwer, dass die Kinder intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Todesfälle sind aufgrund der medizinischen Versorgung in Deutschland aber sehr selten. Dennoch kann eine Austrocknung bleibende Schäden verursachen. Bei gesunden Erwachsenen und älteren Kindern verläuft eine Erkrankung in der Regel weniger schwer.

Für welche Kinder wird eine Impfung empfohlen?

Bei der Impfung gegen das Rotavirus handelt es sich um eine Schluckimpfung für Säuglinge. Geimpft werden sollen alle Babys. Ausnahmen gelten lediglich für Kinder mit seltenen schweren Grunderkrankungen, etwa bei einer Immunschwäche oder einer aktuellen Chemotherapie.

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Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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