Die Schule muss bleiben: Nentershäuser Gemeindeparlament stimmte dafür

Sorge um den Standort: Nentershausens Gemeindevertreter fordern geschlossen den Erhalt ihrer Tannenbergschule. Foto: Vera Walger

Süss. Die Tannenbergschule in Nentershausen muss als einzige Grundschule in der Gemeinde Nentershausen dauerhaft erhalten bleiben. Darin waren sich jetzt alle Mitglieder des Nentershäuser Gemeindeparlaments einig.

Gestritten wurde nur darüber, wie dies zu erreichen sei.

Appell an Landkreis

Während Bürgermeister Ralf Hilmes und Carmen Bornschier von der SPD-Fraktion sich für einen möglichst neutralen Beschlussvorschlag aussprachen, der lediglich die Forderung nach dem Erhalt des Standortes beinhaltet, forderte CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Painczyk mehrfach, einen bereits im April vom Gemeindeparlament beschlossenen Zusatz zu den Grundschulkindern im Ortsteil Süß mit aufzunehmen. Süß ist im Einzugsbereich für die Tannenbergschule als einziger Ortsteil zurzeit ausgenommen.

Doch Bürgermeister und SPD wollten dem Landkreis als Schulträger ausdrücklich nicht in dessen Zuständigkeit eingreifen. „Vielleicht hat der Kreis ja auch andere Ideen und es kommen noch weitere Orte infrage“, sagte Hilmes.

Anhand der Schülerzahlen sei zudem jetzt bereits absehbar: „Die Kinder aus Süß alleine würden nicht reichen.“ Zurzeit sei die Tannenbergschule aber nicht gefährdet - erst für das Schuljahr 2018/19 seien die Schülerzahlen voraussichtlich zu gering. Im nach der Debatte einstimmig verabschiedeten Appell werden Landkreis und das Land Hessen nun aufgefordert, die Grundschule in Nentershausen dauerhaft zu erhalten. Wie dies geschehen soll, bleibt offen.

Straße wird umbenannt

Die Lagebezeichnung des Grundstücks „Gerstunger Straße 27“ wird geändert. Das Grundstück, ein ehemaliger Aussiedlerhof, wird künftig „Am Sonnenhof“ heißen. Diesen Beschluss fassten die Nentershäuser Gemeindevertreter einstimmig.

Sie entsprachen damit dem Antrag des neuen Grundstückseigentümers Peter Kellner, der sich diese Umbenennung von der Gemeinde gewünscht hatte, die laut Bürgermeister Hilmes wegen der Gewerbeansiedlung aber auch notwendig ist.

Heizungen Erneuern

Die Heizungsanlagen in den Dorfgemeinschaftshäusern in Dens und Mönchhosbach sowie im Jugendheim Nentershausen werden erneuert. Diesen Beschluss fassten die Gemeindevertreter mit elf Ja-Stimmen, sowie zwei Enthaltungen und einem Nein aus den Reihen der CDU.

Die Finanzierung ist durch das Kommunalinvestitionsprogramm mit Geld von Bund und Land vorgesehen. 35 360 Euro sind für die Projekte veranschlagt. Die teilweise aus den 1970er-Jahren stammenden Heizungen müssten dringend erneuert werden, sagte Bürgermeister Hilmes: „Ob sie noch lange laufen, das ist in Gottes Hand“.

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Quelle: HNA

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