Ab August darf nach biblischen Werten unterrichtet werden

Schulamt genehmigt christliche Schule in Alheim

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In den Startlöchern: Im August soll der Unterricht an der Bekenntnisschule beginnen. Lehrerin und Schulleitung stehen schon seit Längerem fest von links Grundschul-Lehrerin Natalia Funk, stellvertretende Schulleiterin Judith Treis und Schulleiter Tim Treis.  

Heinebach. Die christliche Bekenntnisschule Alheim kann kommen. Das Schulamt hat sie unter Auflagen genehmigt. Im August soll der Unterricht an der privaten Martin-Luther-Schule beginnen.

Dann werden zunächst Erst- und Zweitklässler gemeinsam im Untergeschoss der Christlichen Gemeinde Alheim an der Bahnhofstraße unterrichtet. „Alle Vorgaben, die das Schulgesetz fordert, sind erfüllt“, sagt Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts in Bebra. Was fehlt, seien Kleinigkeiten. Dazu zählen das erweiterte Führungszeugnis der Schulleitung sowie der Nachweis von Sporträumen.

Unterrichtet werden soll an der Bekenntnisschule nach christlichen Werten. „Die Schulatmosphäre soll von Nächstenliebe geprägt sein“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Judith Treis. Auf das Bildungsniveau der Schüler habe das keinen Einfluss. „Wir haben den gleichen Lehrplan wie eine öffentliche Schule“, sagt sie. Das bestätigt auch Anita Hofmann. Sie hat das pädagogische Konzept der Bekenntnisschule geprüft.

„Noch existieren wir als Schule nicht“, sagt Andreas Löwen vom Förderverein Bekenntnisschule Alheim. Damit sich das ab August ändert, müssen fünf verbindliche Anmeldungen für jede Klasse vorliegen. „Für dieses Jahr fehlen uns noch Kinder“, sagt Löwen. Wie viele Kinder bisher angemeldet sind, wollte er jedoch nicht sagen.

Bereits vor zwei Jahren hatte der Förderverein, der auch Träger der Privatschule ist, einen Antrag beim Schulamt gestellt, ihn dann aber wieder zurückgezogen. Es fehlte das Finanzierungskonzept. Als Privatschule steht der Bekenntnisschule in den ersten drei Jahren kein Fördergeld zu. „Zeigt sich dann, dass die Schule dauerhaft Bestand hat, bekommt sie 50 Prozent vom Land zurück“, erklärt Anita Hofmann. Nun läuft die Finanzierung nach Angaben von Löwen über Spenden und Schulgeld.

Quelle: HNA

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