Jugendliche beschäftigten sich mit den Themen Heimat und Herkunft

Schüler finden Wurzeln

Die Wurzeln der Schüler liegen auf der ganzen Welt verteilt (von links): Melik Celik, Emilie Paylanmaz, Maria Izgin, Enes Özdogan, Melissa Krettek, Haydar Tak. Foto: Linke

Bebra. Seine Familiengeschichte zu erforschen und sich mit seinen Vorfahren auseinanderzusetzen war das Ziel des Projekts „Finde deine Wurzeln“. Schüler des beruflichen Gymnasiums Bebra, der Brüder-Grimm-Gesamtschule und auch Kinder der Kindergärten in Alheim haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Projekten präsentiert.

Die Kindergartenkinder näherten sich dem Thema mithilfe einer Pflanze. Dort, wo sich eine Pflanze wohl fühlt, könne sie wachsen und gedeihen. Dort schlage sie auch Wurzeln. Schüler beschäftigten sich mit den Herkunftsländern ihrer Mitschüler und bastelten eine Wandtafel mit den Ländern, aus denen sie stammen. Eine andere Gruppe hat ihre „Verwurzelung“ durch Symbole verdeutlicht.

„Toleranz und Offenheit gegenüber fremden Kulturen müssen gefördert werden.“

Emilie Paylanmaz

Eine Kuh steht beispielsweise für den Beruf des Metzgers, der in der Familiegeschichte eine große Rolle spielte. Die gebastelte Bosporus-Brücke steht für die Herkunft aus der Türkei.

„Es ist wichtig sich mit dem Thema zu beschäftigen, damit niemand seine Vergangenheit und Kultur vergisst“, sagt die Schülerin Emilie Paylanmaz. Die 17-Jährige wurde selbst aufgrund ihrer Herkunft beschimpft. Toleranz und Offenheit gegenüber fremden Kultur müsse weiterhin gefördert werden, sagt sie.

Auch ein internationales Kochbuch mit dem Titel „Iss deine Wurzeln“ wurde erstellt, eine andere Gruppe setzte sich in einem Film mit ihrem Heimatort Ronshausen auseinander. Das Projekt wurde von dem Verein Pro Region Mittleres Fuldatal angeboten und in Zusammenarbeit mit dem Kommunikationsbüro Selzer Konzepte umgesetzt. Es soll die Wanderunsgbewegungen deutlich machen, die viele Jahrzehnte die Bevölkerung der Region geprägt haben. Außerdem soll das Heimatbewusstsein gestärkt werden, damit auch junge Menschen in der Region bleiben. (mli)

Quelle: HNA

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