Alheims Gemeindevertreter stimmten für Ausbau der Versorgung – Bilanz vorgelegt

Ja zu schnellem Internet

Baumbach. Der Ausbau der Versorgung mit schnellem Internet – dafür haben sich Alheims Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag einstimmig ausgesprochen. Das allerdings unter Vorbehalt: Sollte sich herausstellen, dass dadurch Kosten auf die Gemeinde zukommen, soll das Thema erneut diskutiert werden.

„Der Ausbau hätte schon vor zehn Jahren angepackt werden sollen“, sagte Bürgermeister Georg Lüdtke. Er hofft nun, dass die Arbeiten zügig losgehen. Dieser Meinung ist auch Dieter Schönborn von der CDU: „Grundsätzlich muss etwas passieren, damit der ländliche Raum nicht abgehängt wird.“ Allerdings hält er die jetzige Zustimmung für ungültig, wenn bei dem Ausbau Kosten für die Gemeinde entstehen.

Geplant ist, dass der Landkreis Hersfeld-Rotenburg einem Netzwerk beitritt, um alle nordhessischen Städte und Gemeinden flächendeckend mit Breitband-Internetanschlüssen zu versorgen. Das Netzwerk trägt die Kosten für Rohre, Kabel und Masten.

Alheim liegt im Mittelfeld

In ihrer Sitzung beschäftigten sich die Gemeindevertreter zudem mit einem Bericht des Landesrechnungshofes. Dieser hatte neben dem Alheimer Haushalt 38 weitere Zahlenwerke von Gemeinden überprüft. Das Ergebnis: Der Haushalt der Gemeinde hat sich im Zeitraum von 2007 bis 2011 positiv entwickelt. „Wir liegen in einem ordentlichen Mittelbereich“, sagte Büroleiter Thomas Eckhardt. Der Bericht dient nach Angaben von Eckhardt als Grundlage für die politischen Entscheidungen der Gemeinde.

Einige Empfehlungen seien bereits umgesetzt worden. Dazu zählen die Erhöhung bei Grund- und Gewerbesteuern sowie die Anhebung der Friedhofsgebühren. Eine gute Nachricht beinhaltete der Bericht für Familien: „Die finanzielle Belastung für eine vierköpfige Familie ist leicht gesunken“, erklärte Eckhardt. Zwar handele es sich dabei nur um wenige Euro, trotzdem sei das eine positive Entwicklung.

Die Eröffnungsbilanz der Gemeinde von 2009 konnte nicht in den Bericht einfließen. Sie lag zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht vor. Am Montagabend verabschiedeten die Gemeindevertreter die Bilanz einstimmig. Sie zeigt: Alheims Eigenkapital lag 2009 bei knapp 6,5 Millionen Euro. „Wir haben gut gewirtschaftet“, sagte Lüdtke.

Die Fertigstellung des Zahlenwerks hatte wegen der Umstellung auf die doppelte Buchführung auch in Alheim länger gedauert. „Allein die Vermögensgegenstände umfassen rund 6700 Positionen, die jede einzeln zu bewerten und erfassen waren“, erklärte Manfred Eifert von der Finanzverwaltung.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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