Ortsdurchfahrt Rockensüß muss schon wieder erneuert werden

Erst vor sechs Jahren komplett erneuert, jetzt schon wieder kaputt: An der Ortsdurchfahrt von Rockensüß muss nachgearbeitet werden. Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth zeigt marode Stellen. Fotos: Schäfer-Marg

Rockensüss. „Ein Schmuckstück“ nennt Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth ironisch die Ortsdurchfahrt Rockensüß. Die war bis 2007 komplett erneuert worden. Jetzt gibt es schon wieder große marode Flächen. In den Sommerferien müssen die Firmen, die die Straße saniert hatten, nacharbeiten.

Die Sommerferien wurden deshalb gewählt, damit der Schulbusverkehr während der Bauarbeiten nicht beeinträchtigt wird, erklärte Großkurth.

Wenn eine komplett erneuerte Straße nach sechs Jahren so aussieht wie die Ortsdurchfahrt von Rockensüß, wirft das natürlich Fragen auf – gerade deshalb, weil Rockensüß nun nicht zu den verkehrlichen Hotspots gehört, Autos und Laster also nicht im Sekundentakt durchbrausen.

Cornelia Höhl, Pressesprecherin der Planungsbehörde Hessen Mobil, versucht, Antworten zu geben. Die Straße sei im November 2007 ordnungsgemäß abgenommen worden. Damals habe es keine Mängel gegeben. Die traten allerdings noch in der Gewährleistungszeit auf.

Bis 2011 wurden Risse in der Fahrbahn, teilweise poröse Oberflächen, aber auch „Überfettungen“ festgestellt – so nennt man es, wenn Bindemittel nach oben drückt. Die Straße wurde noch weitergehend untersucht, Auffälligkeiten hätten die Bohrkerne nicht mehr gezeigt. Offenbar, so erklärte Cornelia Höhl weiter, wurden beim Einbau des Mischguts Fehler gemacht.

Zur Sanierung der Straße komme es erst jetzt, weil mit dem Straßenbauunternehmen, das auch Subunternehmen beschäftigt hatte, noch vieles abgestimmt werden musste.

Jetzt soll die Straße an einigen Stellen grundhaft erneuert werden. Das heißt, das gesamte Asphaltpaket wird abgefräst und erneuert. An anderen Stellen müsse nur die obere Verschleißschicht neu hergestellt werden. Die Kosten müssen laut Höhl die Bauunternehmen tragen.

Zu solchen Mängeln könne es kommen, wenn zum Beispiel die Temperatur des Baumaterials nicht gestimmt habe oder einzelne Geräte wie die Walze nicht korrekt funktioniert hätten. Viele kleinere Faktoren könnten in der Summe eine große negative Folge haben.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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