41 Kissen für Brustkrebspatientinnen entstanden in der langen Nähnacht

Schmerz mit Herz lindern

Spaß bei der langen Nähnacht: Im Bürgerzentrum Lispenhausen wurden Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht. Auf dem Foto stehen Änne Dittmar (links) und Organisatorin Pia Gotschy-Bühler hinter Waltraud Weber, Annerose Zimmer und Elli Moritz (von links). Im Vordergrund liegen die ersten fertigen Kissen. Foto: Hefter

Lispenhausen. Konzentrierte Geschäftigkeit herrschte am Samstagabend im Bürgerzentrum in Lispenhausen. Eine Geräuschkulisse aus surrenden Nähmaschinen, klappernden Scheren und gedämpften Gesprächen begleitete die lange Nähnacht, zu der Pia Gotschy-Bühler aus Melsungen und Anke Hanstein aus Lispenhausen eingeladen hatten.

Bilanz der Nähnacht, die sich bis 2.30 Uhr hinzog: 41 neue Herzkissen für Brustkrebspatientinnen, die als Spende an eine Fachklinik in Kassel gehen. Außerdem war die Aktion eine gute Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, die dasselbe Hobby verbindet - ein Forum für den Ideenaustausch.

Die beiden Organisatorinnen, die ebenfalls mitarbeiteten, freuten sich über die große Resonanz: 24 Frauen aus allen Altersgruppen hatten sich angemeldet. „Ich bin begeistert“, sagte Anke Hanstein. Die weiteste Anreise hatte eine Näherin aus Zierenberg.

Idee stammt aus den USA

Die Idee der Herzkissen-Aktion für Brustkrebspatientinnen stammt aus den USA und wurde in Deutschland von einem Verlag und einem Internetforum aufgegriffen. Pia Gotschy-Bühler hörte davon und war sich mit ihrer Freundin Anke Hanstein schnell einig, mitzumachen.

Sollen Freude bereiten

Durch ihren speziellen Schnitt haben die Kissen einen therapeutischen Nutzen: Unter den Arm der operierten Seite geklemmt, lindern sie den Wundschmerz. Außerdem sollen sie den betroffenen Frauen Freude bereiten und Anteilnahme vermitteln. Zu jedem Kissen gehört deshalb auch ein persönlicher Gruß seiner Näherin.

Bei der langen Nähnacht war es für alle Teilnehmerinnen Pflicht, mindestens ein Kissen zu nähen, anschließend konnte man an eigenen Projekten arbeiten. Stoffe und Nähausrüstung brachten die Frauen mit und zahlten außerdem einen Kostenbeitrag. Anke Hanstein berichtete von durchweg positiven Rückmeldungen. „Allen hat es sehr gut gefallen. Eine Wiederholung wird gewünscht“. Jetzt überlegt sie, eine Gruppe zu gründen, die ausschließlich Herzkissen für den guten Zweck näht. Interessenten können sich bei ihr melden unter Telefon 0 66 23/42 325.

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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