Insolvenzverfahren um Vorgängergesellschaft des Hotels am Kurpark beendet

Schlussstrich unter KTE-Pleite

Bad Hersfeld. Mit der Schlussverteilung des verfügbaren Massebestandes im Insolvenzverfahren der Hotel am Kurpark GmbH & Co. Betriebs Kommanditgesellschaft in Bad Hersfeld wird jetzt ein Schlussstrich unter die Pleite des ehemaligen Staatsbad-Betreibers KTE (Klinik- und Therapieeinrichtungen) der Till/Kerzmann-Gruppe gezogen.

Die KTE steht für die gescheiterte Privatisierung des Bad Hersfelder Kurbetriebs und musste 2004 Insolvenz anmelden. Neben dem Hotel waren seinerzeit unter anderem der Kurbetrieb, die Orthopädische Klinik, die Therme und die Reha-Klinik im Kurpark betroffen.

Für das Hotel am Kurpark ging die Sache jedoch gut aus: Der anschließende Erwerb durch die Hotelbetriebe der Familie Kniese sorgte nicht nur für den Erhalt der Arbeitsplätze, sondern auch für eine Ausweitung des Geschäfts und erhebliche Investitionen in die Modernisierung der Immobilie.

Ines und Achim Kniese haben mittlerweile auch die Räumlichkeiten der früheren Reha-Klinik gemietet und führen dort das Hotel Thermalis.

Selbst die Gläubiger der früheren Hotelgesellschaft dürften zufrieden sein: Ihren Forderungen von rund 1,371 Millionen Euro steht eine zu verteilende Masse von gut 534 000 Euro gegenüber, die Insolvenzverwalter Raimund Schraad (Bad Hersfeld) eingetrieben hat. „Das ergibt eine ganz gute Quote, denn normalerweise beträgt sie nur etwa zehn Prozent der Forderungen“, bestätigte der Rechtsanwalt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

Kommentare