Schluss mit der Flickerei

Straßen zu Freibad und Kindergarten werden saniert

Die Straßen Unter den Linden und Am Schwimmbad gleichen einem Flickenteppich. Nach jedem Winter gab es neue Löcher, die notdürftig ausgebessert werden mussten. Foto: Hilmes/nh

Nentershausen. Über zehn Jahre mussten die Nentershäuser warten. Jetzt ist das Geld da und der Weg frei für die grundlegende Sanierung der Straßen Unter den Linden/Am Schwimmbad. Die Straßen werden viel genutzt als Weg zum Kindergarten und zum Schwimmbad.

Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten Ende März 2014 beginnen und bis zum Dezember abgeschlossen sein. Das teilte Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) am Mittwochabend in der Sitzung der Gemeindevertreter mit.

Jahrelang war der Förderantrag der Gemeinde vom Land immer wieder abgelehnt worden. Zwischenzeitlich wollte das Land die Straße sogar in eine andere Bewertungsgruppe einordnen. „Dann hätten wir gar kein Geld mehr nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erhalten“, betonte Hilmes. „Aber wir haben mit Erfolg Druck gemacht in Wiesbaden. Die Straße wird viel genutzt und steht deshalb zu Recht in dem Programm.“

In diesem Sommer kam dann die Nachricht: Jetzt gibt es Geld vom Land. Bedingung war, dass die Gemeinde schnell die Planung vorlegt.

Anlieger zahlen 50 Prozent

Am Mittwochabend machte die Gemeindevertretung dann endgültig den Weg frei für die Sanierung. Sie entschied, wie hoch der Anteil der Gemeinde an den Kosten sein wird. Das Parlament beschloss einstimmig, dass es sich nach der Straßenbeitragssatzung der Gemeinde um eine innerörtliche Straße handelt. Das bedeutet, dass Gemeinde und Anlieger jeweils 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Nach Angaben des Bürgermeisters soll die grundlegende Sanierung der zwei Straßen und der Gehwege etwa 600 000 Euro kosten. Von dem Gemeindeanteil wird das Land voraussichtlich 75 Prozent übernehmen. „Die Gemeinde ist in diesem Bereich aber auch Anlieger mit gemeindeeigenen Grunstücken. Deshalb ist auch sie verpflichtet, Straßenbeiträge zu zahlen“, betonte Hilmes.

Die Straße Unter den Linden wird nicht auf der gesamten Länge, sondern nur zu etwa 60 Prozent saniert – von der Sparkasse bis zum Kindergarten. Der weitere Verlauf der Straße wird nicht neu gemacht, weil es dafür kein Fördergeld vom Land gibt. Dort ist zu wenig Verkehr.

Die Straßen sollen auch für die Fußgänger sicherer werden. Bislang gibt es keinen durchgängigen Bürgersteig. Das soll mit der Sanierung anders werden. Die Gemeinde erhofft sich auch eine Verkehrsberuhigung.

Versammlung im Januar

Zusammen mit der Straße muss auch der Kanal saniert werden. Dafür ist der Wasser- und Abwasserzweckverband verantwortlich. Die Kosten werden auf die Abwassergebühren umgelegt. Die Anlieger zahlen für die Hausanschlüsse. Eine Versammlung für die Anlieger der Straßen ist für Anfang Januar geplant.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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