Schlechtes Wetter sorgt für leere Schwimmbäder in Hersfeld-Rotenburg

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Tapfere Schwimmer: Trotz des miesen Wetters trainieren (von links) Sascha Nuhn, Pia Weichert, Richard Gernert, Laura Grebe und Julian Weichert vom Schwimmverein Neptun regelmäßig im Waldschwimmbad in Rotenburg, um fit zu bleiben.

Hersfeld-Rotenburg. Zwei Drittel der Ferien sind vorbei. Wer viel Zeit im Schwimmbad verbringen wollte, dem hat das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei den meisten Freibädern im Landkreis liegen die Besucherzahlen unter den Erwartungen.

Das Waldschwimmbad in Rotenburg meldet seit Beginn der Saison (1. Juni) etwa 25 000 Besucher. Diese Zahl liegt laut leitendem Schwimmmeister Harald Grau weit unter den Erwartungen. „In einer normalen Saison haben wir zwischen 40 000 und 60 000 Besucher“, sagt Grau. „Bei diesem schlechten Wetter kommen nur die Dauerschwimmer. „Mir tut es natürlich leid um die Kinder, deren Ferien ins Wasser gefallen sind!“

Gemischte Bilanz

Auch im Geistalbad in Bad Hersfeld blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück.

Laut Georg Schüler von den Stadtwerken Bad Hersfeld gab es in den vergangenen Wochen einen „Einbruch des Besucherstroms“. Lediglich die Dauerkartenbesitzer kämen trotz des Wetters.

Dies teilte auch Maurice Hobert, Betriebsleiter des Biberbads Bebra, mit. „Den Sport-Schwimmern kommt es nicht aufs Wetter an.“ Hobert bedauert, dass die Sommerferien in diesem Jahr später anfingen: „Im warmen Juni hatten die Kinder noch Schule“. Aber er schätzt die Bilanz als gemischt ein: „Es könnte natürlich besser sein.“

Auf die ungünstig gelegenen Ferienzeiten beruft sich auch Bürgermeister Hans Ries aus Heringen. „Im Mai und Juni hatten wir im Fritz-Kunze-Bad aber bessere Besucherzahlen als im vergangenen Jahr.“ Einzig im Juli gab es einen signifikanten Rückgang: Waren es 2013 noch 12 335 Besucher, wurden in diesem Jahr nur knapp 7500 Einzelkarten verkauft.

Saison ist noch nicht vorbei

Der teilweise mit Solaranlage geheizte Badepark in Ronshausen liegt laut Schwimmmeister Oliver Schaffartzick ebenfalls „gut im Schnitt“. „Für das schlechte Wetter sind die Besucherzahlen in Ordnung.“ Insgesamt seien im vergangenen Jahr 17 000 Eintrittskarten verkauft worden und 2014 immerhin schon um die 11 000. „Und die Saison geht ja noch bis Mitte September.“

Gerhard Wiegand, Betriebsleiter des Badeparks Eiterfeld, spricht von einem durchwachsenen Sommer, „insgesamt sind wir aber zufrieden.“ Ab Mitte Mai besuchten etwa 17 600 Besucher das Schwimmbad.

Das Freizeit- und Erlebnisbad Kirchheim, das nur durch Solarenergie geheizt wird, hat laut Betriebsleiter Helmut Diebel etwa 20 bis 30 Besucher pro Tag. Zum Vergleich: „An einem richtig heißen Tag können es auch mal 1200 bis 1500 Besucher sein!“ Aber es muss weitergehen: „Jetzt schon schließen geht ja nicht.“

Von Sarah Rössing und Sina Lena Sandrock

Quelle: HNA

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