Arbeiten sind im Rückstand – Betriebe hoffen auf Getreideernte

Schlechtes Wetter hat Landwirte ausgebremst

Hersfeld-Rotenburg. Auch wenn seit ein paar Tagen die Sonne strahlt: Durch den langen Frost im Frühjahr und das nasskalte Wetter der vergangenen Wochen sind die Arbeiten auf den Feldern im Landkreis im Rückstand. Die Landwirte sind dennoch optimistisch und hoffen auf eine gute Getreideernte.

Etwa 14 Tage lägen die Arbeiten im Vergleich zu durchschnittlichen Jahren im Rückstand, berichtet Kreislandwirt Horst Taube aus dem Bebraer Stadtteil Blankenheim. Insbesondere die Silage- und Heuernte sei schwierig gewesen, berichtet Taube. Zwar gebe es im Grünland in diesem Jahr große Erntemengen, diese seien jedoch häufig nur von minderer Qualität. Optimistisch gibt sich Taube beim Getreide, das von der Wetterlage bisher profitiert habe. Der Kreislandwirt hofft jetzt auf weiterhin warmes und sonniges Wetter, dann könne in etwa zweieinhalb Wochen mit der Ernte der Gerste begonnen werden.

„Die Hoffnung liegt auf den nächsten Tagen“, sagt auch Friedhelm Diegel, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Hersfeld-Rotenburg. „Im vorigen Monat war mir der Regen lieber als während der Erntephase in ein paar Wochen“, sagt der Landwirt aus Erdpenhausen. Die kühle Witterung habe sogar den Pilzbefall am Getreide verhindert.

Für die Heu- und Silageernte sei es auf einigen Wiesen zu nass gewesen. Dennoch: „Wer sich ganz auf die Heuernte konzentrieren konnte, hat sie an den ersten warmen Tagen geschafft“, meint Diegel. Am meisten habe der Mais unter den kühlen Temperaturen gelitten, sagt Diegel.

Auch wenn der Landkreis vom Hochwasser weniger betroffen war, als die Gebiete an Elbe und Donau, an Werra und Fulda, standen auch im Landkreis Flächen unter Wasser und mussten teilweise neu mit Getreide oder Mais eingesät werden. Dass diese Nachsaat noch großen Ertrag bringt, glauben Taube und Diegel indes nicht.

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Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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