60 Asylbewerber direkt beteiligt

Massenschlägerei in der Nacht: Verletzte in Rotenburger Flüchtlingsunterkunft

Rotenburg. In der Nacht zu Freitag hat es nach Polizeiangaben in der Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg eine Schlägerei zwischen Flüchtlingen gegeben. An der Auseinandersetzung sollen laut Polizei bis zu 60 Personen direkt beteiligt gewesen sein.

Zunächst war von mehr als 300 Beteiligten die Rede gewesen, diese Zahl relativierte Polizeisprecher Manfred Koch gestern im Laufe des Tages. Zwei Wachmänner der Alheimer-Kaserne wurden bei den Streitereien leicht verletzt, eine Asylbewerberin erlitt einen Schock.

Auslöser war laut Einrichtungsleiter Thomas Baader das Verhalten eines Bewohners aus dem Iran, der stark alkoholisiert kurz nach Mitternacht in die

Aktualisiert um 11.20 Uhr

Kaserne zurückgekehrt war. Mitarbeiter der Kaserne hatten den Mann demnach zunächst in sein Zimmer geleitet. Danach sei es aber auf einer Toilette zu Provokation zwischen christlichen Iranern und Moslems aus Afghanistan gekommen, die in einer Schlägerei endeten. Die Wachmänner griffen laut Knoch erneut ein und wurden dabei von den Beteiligten getreten.

Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort. Gegen 2 Uhr war wieder Ruhe eingekehrt. Ermittlungen zum genaueren Tathergang und den Verursachern dauern laut Polizeisprecher Manfred Knoch derzeit noch an. Die verletzten Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, nach ambulanter Behandlung aber wieder entlassen.

"Das ist der erste Vorfall dieser Art in unserer Einrichtung", sagt Baader, der die Beteiligung von 300 Menschen anders gesehen hat. Er spricht von etwa 60 streitenden Personen.  Die vier Hauptverantwortlichen will er am Freitag in einem Gespräch auf die Werte und Normen in einem demokratischen Land einnorden. "Das wird für sie nicht so witzig werden", sagt er und kündigt an, die Männer auf verschiedene Häuser und Zimmer zu verlegen. 

In der Alheimer-Kaserne sind derzeit laut Baader mehr als 600 Asylsuchende untergebracht.

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