Kosten für Einsätze werden angezweifelt

Schikane statt Respekt: Ein Kommentar zum Versicherungs-Streit

Kirchheim. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim streitet sich mit zwei Versicherungen. Sie ziehen die Rechnungen für Einsätze in Zweifel und fordern Belege der geleisteten Arbeit. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Marcus Janz.

Die Buchhalter einer Versicherung kürzen die Rechnung der Feuerwehr für einen Einsatz, bis ihnen Belege über jeden verbrauchten Sack Bindemittel vorliegen. Ein anderer Versicherer will genau wissen, welche Einsatzkraft beim Lastwagenbrand was gemacht hat. Als ob in dieser Situation Zeit bliebe, Buch zu führen. Das ist schon reichlich unverschämt. Niemand verlangt, dass Rechnungen der Feuerwehren blindlings bezahlt werden müssen.

Aber diese Schikane geht weit über berechtigte Nachfragen hinaus. Ziel der Versicherer ist es, Schlupflöcher zu finden, um weniger zahlen zu müssen. Was sie aber erreichen, wiegt schwerer: Sie verleiden den Feuerwehrleuten die Lust an der ehrenamtlichen Arbeit und daran, Führungsverantwortung zu übernehmen. Und damit schaden sie der Allgemeinheit, die auf funktionierende Wehren angewiesen ist. Die Männer und Frauen der Feuerwehren machen eine gute und wichtige Arbeit, sind zu jeder Zeit bereit, ihren Mitmenschen zu helfen. Das verdient Respekt, nicht Missachtung.

mcj@hna.de

Quelle: HNA

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