Schienenersatzverkehr Thema auf Facebookseite

Schienenersatzverkehr zwischen Bebra und Beiseförth: Diskussionen auf Facebook

Thomas Mühlhausen

Hersfeld-Rotenburg. Die Diskussion um die Probleme des Schienenersatzverkehrs zwischen Bebra und Beiseförth beschäftigt unsere Leser weiter. Zahlreiche Reaktionen gibt es dazu erneut auf unserer Facebookseite.

Für Diskussionsstoff sorgt dabei die Aussage von NVV-Pressesprecherin Sabine Herms, die auf einen Rechenfehler im ursprünglichen Fahrplan des Schienenersatzverkehrs verweist. Rüdiger W. zeigt in seinem Post sogar verständnis für die Bahn: „Dass ein Bus im Ersatzverkehr nicht genauso schnell sein kann wie ein Zug auf der regulären Strecke und deshalb die ursprünglichen Abfahrtzeiten der anschließenden Züge gar nicht eingehalten werden können, sollte doch wohl jedem klar sein! Manche scheinen immer noch zu meinen, dass wir in einem allumfassenden Schlaraffenland leben. Erst mal selber besser machen... und dann feststellen, dass so eine logistische Aufgabe eine ganz schöne Herkules-Aufgabe ist.“

Nicole S. kontert das: Dass die Busse nicht genau so schnell sein könnten, „sollte wohl gerade denjenigen Fachleuten bekannt sein, die das zwei Jahre vorher berechnen.“ Und weiter: „Wenn ein ,Ersatzprogramm’ angeboten wird, sollte man sich einigermaßen darauf verlassen können! Deshalb ist ,Verrechnen’ für mich unverständlich!“

Auch Sabine Grünwald aus Baumbach, die bereits vor einigen Tagen in unserer Zeitung von ihren Problemen mit dem Schienenersatzverkehr berichtet hatte, meldet sich über unsere Facebookseite zu Wort. „Sie geben sich redlich Mühe, keinen am Bahnhof stehen zu lassen. Die Umsteigerei ist aber vor allem in Bebra Richtung Kassel eine wahre Odyssee... vor allem für Menschen, die nicht so sportlich sind.“ Und sie bestätigt die Sprachprobleme mit den Fahrern: „Einige können nicht mal auf einfache Fragen (zum Beispiel nach dem Fahrtweg) antworten.“

Wenig zimperlich geht Markus B. mit NVV und Bahn um: „Gibt es außer Verspätungen, Pannen und Fahrpreiserhöhungen überhaupt etwas, das die Bahn bzw. der NVV kann? Service können sie jedenfalls beide nicht!“

Kritik übt auch Thomas Mühlhausen (Bebra), der Vorsitzende der Ortsgruppe Bebra in der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL). „Wir haben uns verrechnet – das ist die Ausrede von DB Netz.“ Wie könne man seinem Arbeitgeber glaubhaft machen, dass ein Leistungserbringer, eben die DB Netz, der die Fahrpläne von allen Eisenbahnen erstellt und verkauft, sich verrechnet hat?“

Dauerkunden vertreiben?

Er hofft, dass der Fehler schnellstmöglich behoben wird – „oder sollen die letzten Dauerkunden noch auf die Straße vertrieben werden?“ (rai)

Zur aktuellen Diskussion im Internet gelangen Sie auf https://www.facebook.com/HNAhefrof

Quelle: HNA

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