Fristlos Gekündgter arbeitet vorerst nicht wieder als Geschäftsführer – Vorstandssitzung am Abend

DRK schickt Dittmar weg

Bad Hersfeld. Karl-Georg Dittmar arbeitet vorerst nicht wieder als Geschäftsführer des Kreisverbandes Hersfeld des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dittmar hat gestern dem DRK-Vorstand zwar seine Arbeitskraft angeboten, wurde aber wieder nach Hause geschickt.

Das Arbeitsgericht in Fulda hatte am Donnerstagmorgen die fristlosen Kündigungen gegen Dittmar für unwirksam erklärt. Gekündigt worden war dem langjährigen Geschäftsführer wegen nach Meinung des Vorstandes nicht genehmigter und nicht vorgesehener Geschäfte. Dabei ging es um die Anschaffung sogenannter Konvektomaten im Wert von 60 000 Euro für die Behindertenwerkstatt in Bebra.

Pünktlich um 8 Uhr sei er gestern zur Arbeit erschienen, sagte Dittmar gegenüber unserer Zeitung. Sein Arbeitstag habe allerdings nur zwei Stunden gedauert. Schon am Morgen hätten ihm zwei Mitarbeiter mitgeteilt, dass seine Arbeitskraft nicht gebraucht werde. Das habe er allerdings nicht akzeptiert, sagte Dittmar. Um zehn Uhr habe ihm der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Gunter Müller, dann die schriftliche Mitteilung übergeben, dass seine Arbeitskraft nicht benötigt werde.

Dass Dittmar persönlich beim DRK-Kreisverband seine Arbeitskraft angeboten habe, bestätigte auch Gunter Müller. Dittmar habe allerdings nicht gearbeitet, sondern lediglich auf dem Flur gewartet, so Müller. Ein Gehalt als Geschäftsführer stehe Dittmar nach Müllers Ansicht erst dann zu, wenn das Verfahren zu Dittmars Gunsten rechtskräftig abgeschlossen werde.

In einer Vorstandssitzung hat der DRK-Vorstand am gestrigen Abend über das weitere Vorgehen in der Sache beraten. Mit welchem Ergebnis die Sitzung endete, war zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt. (jce)

Quelle: HNA

Kommentare