Ermäßigte Umsatzsteuer fällt weg – Anlagen im Kreis betroffen

Saunabesuche werden ab Sommer teurer

Hersfeld-Rotenburg. Der Deutsche Saunabund läuft Sturm gegen die zum 1. Juli 2015 geplante Mehrwertsteuererhöhung auf Saunaeintritt. Bisher müssen Badbetreiber lediglich sieben Prozent auf den Saunaeintritt abführen, ab Sommer dann 19 Prozent, was zu höheren Eintrittspreisen für die Besucher führe.

Laut des Saunabunds werde es deshalb in öffentlichen Sau-nabädern zu erheblichen Besucherrückgängen kommen. Der Verband befürchtet sogar ein Bädersterben in den Städten und Gemeinden, da gut besuchte Saunaanlagen häufig zur Finanzierung öffentlicher Bäder beitrügen. Zudem werde die durch regelmäßiges Saunieren eigenfinanzierte Gesundheitsvorsorge konterkariert.

Ganz so schwarz sehen es die örtlichen Betreiber nicht, gleichwohl müssen sich die Kunden auf höhere Preise einstellen. „Die Änderung trifft natürlich auch die Sauna im Aqua Fit und in der Kurbadtherme“, sagt Markus Gilbert, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Hersfeld und der Bädergesellschaft Bad Hersfeld. Er geht davon aus, „dass Preisanpassungen notwendig sind“. Wie hoch diese ausfallen werden, stehe noch nicht fest, aber spätestens Mitte 2015 werde man sich darüber Gedanken machen müssen. Im Auqafit dominiert laut Gilbert der Schwimmbadbetrieb, in der Therme machten die Saunabesucher aber einen Großteil der Gäste aus.

Auch auf die Saunagänger im städtischen Fritz-Kunze-Bad in Heringen kommt wahrscheinlich eine moderate Preiserhöhung zu. Bürgermeister Hans Ries befürchtet dennoch keinen Besucherrückgang: „Wenn wir einen Euro drauflegen, wird das sicher keinen abhalten.“ Ries weiß aber auch, dass sich in vielen Bädern allein der Saunabereich trägt.

Ebenfalls von der Änderung betroffen sind Hotels mit Saunaanlagen. „Die Gäste werden sich natürlich auch auf höhere Preise in unseren öffentlichen Schwimmbädern einstellen müssen“, sagt Markus Göbel von Göbel Hotels mit den Spas in Friedewald und Rotenburg.

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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